| Was | Start | Information | Stand |
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| Bilder vom Aufenthalt in Ribbeck |
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Susanne bekam von BMW ein Angebot, ein E-Auto übers Wochenende kostenlos zu mieten. Da Vivien in der Eigentumswohnung in der Tiefgarage einen Stellplatz mit Ladestation bekommen wird, plant sie perspektivisch mit dem Thema E-Auto auseinander zu setzen. So entstand die Idee, dass wir mit dem E-Auto am Sonntag einen Ausflug nach Ribbeck machen wollten. Wir hatten dort eine Empfehlung für das Cafe in der alten Wäscherei, was wir in dem Zusammenhang einfach mal ausprobieren wollten. Aber wie so oft, erstens kommt es anders als man zweitens manchmal denkt. Als wir das E-Auto am Samstag abholen wollten, stellten die bei BMW fest, dass er nicht aufgeladen ist und nur noch maximal 150-160 km schafft. Da sie keine Schnellladung machen können, dauert das ca. 5 Stunden bis er richtig voll ist. Tschüss E-Auto, verschoben auf den August. Da das Wetter so toll war und wir das nun so geplant haben, sind wir mit unserem Auto gefahren. Ribbeck ist ein kleines Dorf, aber ein Musterbeispiel, was auch ein kleinens Dorf so auf die Beine stellen kann. Der Ort ist ganz offensichtlich ein Anziehungspunkt für Touristen. Viele florierende Gaststätten, organisierte Veranstaltungen und eine geschickte Vermarktung ihrer historischen Gebäude machen Menschen neugierig. Das uns empfohlene Cafe alte Wäscherei hat gehalten was wir erhofft haben. Ganz im Stiel des Waschhauses, also mitten in aufgehangener Wäsche und allen möglichen Waschutensilien, kann man seinen Kaffee und leckeren Kuchen genießen. Schloss und die kleine Dorfkirche sind einen Besuch wert. |
02. Juni 2019 |
| Was | Bild | Information | Besucht |
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| Geschichte - Bis heute |
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Das Dorf Ribbeck wurde 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV. erstmals urkundlich im Zusammenhang mit der Familie von Ribbeck und ihren Rittergütern benannt. Bereits am 4. August 1237 wurde Henricus de Ritbeke bei der Bestätigung einer Schenkung des Bischofs Gernand durch das Domkapitel zu Brandenburg an der Havel erwähnt. 1282 wurde Johann von Ribbeck urkundlich erwähnt. Im Jahre 1354 wurden die von Bredow für eine Generation Lehnsherren in Ribbeck. Bereits 1374 wurden die von Ribbeck wieder mit dem Dorf belehnt und waren bis 1945 die Besitzer des Gutes. Neben dem Ribbeckschen Gut gab es zwischen 1706 und 1828 noch ein weiteres Gut in Ribbeck, das Gut der Familie von Bardeleben. 1856 wurde das Dorf bis auf das Gutshaus, die Kirche und zwei Gehöfte Opfer eines Feuers. Der Fideikommissherr auf Ribbeck und Bagow Hans Georg Karl Anton von Ribbeck (* 5. Juli 1880; † April 1945) war der letzte Gutsherr aus dem Hause von Ribbeck im Dorfe Ribbeck. 1944 wurde er als bekennender und überzeugter Monarchist und NS-Gegner verhaftet, ins Konzentrationslager Sachsenhausen verbracht und im April 1945 dort umgebracht. Im Jahr 1994 wurde zur Erinnerung an ihn ein Gedenkstein auf dem Familienfriedhof aufgestellt. Bekannt wurde Ribbeck vor allem durch das Gedicht Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland von Theodor Fontane, welches an Hans Georg von Ribbeck (1689–1759) erinnert. Der im Gedicht beschriebene Birnbaum auf dem Ribbeckschen Grab wurde bei einem Sturm am 20. Februar 1911 umgeworfen. Sein Originalstumpf befindet sich heute in der Dorfkirche. Südwestlich der Dorfkirche wurde im Jahr 2000 ein neuer Birnbaum gepflanzt. Mit der Sendung der ARD, dem Krimi Pfarrer Braun – Heiliger Birnbaum mit Ottfried Fischer in der Hauptrolle wurde die Geschichte Ribbecks und seines Birnbaumes wieder bekannt gemacht. Die Folge wurde am 10. April 2008 im Ersten ausgestrahlt und spielte in Ribbeck, wo sie im Jahr 2007 auch teilweise gedreht wurde. |
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Burgen/Schlösser - Schloss Ribbeck1 |
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Schloss Ribbeck oder auch Herrenhaus Ribbeck ist ein 1893 von Hans Georg Hennig von Ribbeck mit neubarocken Formen errichteter zweigeschossiger Putzbau im Nauener Ortsteil Ribbeck. Der Vorgängerbau des heutigen Schlosses wurde ca. 1822 – 1826 als ein eingeschossiges Landhaus mit biberschwanzgedecktem Krüppelwalmdach und Fledermausgauben als Ersatz für ein früheres Anwesen an gleicher Stelle errichtet. Dieses Landhaus besaß einen dreiachsigen Mittelrisaliten und quadergeputzte Eckrisaliten von 11 Achsen Breite. An diesen Bau erinnert noch heute die Jahreszahl 1822 in römischen Zahlen: MDCCCXXII im Südgiebel des heutigen Schlosses. Dabei soll es sich um das Doppeldachhaus aus dem Gedicht „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ von Theodor Fontane gehandelt haben. Ob das heutige Schloss ein Erweiterungsbau oder ein Neubau auf Grund eines Brandes ist, kann nicht mehr umfassend geklärt werden. Sicher ist jedoch, dass Hans Georg Henning von Ribbeck (* 19. September 1836; † 26. August 1896) in der Zeit von 1893 bis 1895 das heutige Schloss auf den Grundmauern früher Ribbeckscher Anwesen und Gutshäuser errichten ließ. Das Schloss war trotz Besetzung durch eine Luftwaffeneinheit Ende 1943 bis zum Jahre 1947 im Besitz der Familie derer von Ribbeck. Das Schloss ging dann in den Besitz des Kreises Nauen über. Ende der 1950er-Jahre wurde das Schloss mehrmals baulich verändert, so wurde die Fassade stark vereinfacht und die geschwungenen Giebel begradigt. Das Familienwappen wurde ebenso wie das Wandgemälde im Treppenhaus (1954) entfernt. Das Wandgemälde passte nicht ins sozialistische Bild von einem märkischen Junker. Mit dem Anbau eines Aufzugschachtes 1986 endete die sozialistischen Umbauarbeiten am Schloss. Von 1956 bis zum Jahre 2004 wurde das Schloss als Alten-/Pflegeheim genutzt. Nach der Wende stellte die Familie derer von Ribbeck Rückübereignungsansprüche, 1999 einigte sich man mittels Vergleich vor dem Potsdamer Verwaltungsgericht. Das Schloss Ribbeck ist heute Eigentum des Landkreises Havelland und wurde bis Juli 2009 umfassend über mehrere Jahre hinweg denkmalgerecht saniert. Dabei wurde der Aufzugschacht entfernt und die Fassade in ihre ursprüngliche Form zurückgeführt. Die Kosten für die Sanierung betrugen ca. 5,6 Millionen Euro. Die Familie von Ribbeck bewohnt heute zwei Häuser im Dorf. Zu einem schreibt die Familie: Das heutige Wohnhaus direkt gegenüber dem Schloss ist dem Doppeldachhaus nachempfunden. Das „Doppeldach“ oder Krüppelwalmdach mit der Anordnung der Gauben und Fenster erinnern an das Schloss, wie es zu Fontanes Lebzeiten existierte. Das 1893 in neubarocker Form errichtete Schloss Ribbeck ist ein zweigeschossiger Putzbau über hohem Sockelgeschoss mit ausgebautem Mansarddach und Schiefereindeckung. Kräftige Gesimsbänder zwischen den Geschossen gliedern das in der Breite dreizehn- und in der Tiefe fünfachsige Gebäude. Putzgequaderte Ecklisenen treten an den Gebäudeecken hervor. Den Mittelrisalit auf der Westseite des Schlosses bilden sechs gequaderte Putzlisenen unterschiedlichster Breite. Aus dem Mittelrisalit tritt ein dreiachsiger Altan mit rundbogigen Fenstern und Eingangsportal heraus. Dorthin führt eine ziegelgepflasterte Kutschauffahrt, die mit Metallgeländer versehen ist. |
02.06.2019: |
Parkanlagen - Birnengarten2 |
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Birnengarten Ribbeck (Schaugarten mit 14 unterschiedlichen Birnensorten). | 02.06.2019: |
Profanbauten - Alte Schule3 |
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Alte Schule (mit historischem Klassenraum und Café), früher HO Konsum. | 02.06.2019: |
Sakralbauten - Dorfkirche4 |
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Die Dorfkirche erbaut im Mittelalter, erhielt 1722 eine umfassende Umgestaltung. Ihre heutige Gestalt bekam sie jedoch erst mit der Verlängerung des Kirchenschiffes zum Ende des 19. Jahrhunderts. Der Anbau einer Apsis sowie die Ausstattung stammen aus der selbigen Zeit. 1996 wurde unter Beteiligung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz der Turmhelm restauriert. Im Kircheninneren erinnert eine Gedenktafel an Hans Georg Carl Friedrich Ernst von Ribbeck (* 22. April 1799; † 31. Dezember 1882). Im Inneren ist der Stamm des alten Birnbaums und unter der Kirche ist die Gruft derer von Ribbeck zu finden. | 02.06.2019: |