Sigtuna in der Provinz Stockholms län


Unsere Bewertung: --- ---

Sigtuna ist ein Ort, bestens gemacht als Filmkulisse für Inga Lindström Filme. Hier scheint das schwedische Herz zu schlagen. Die herrlichen, mittelalterlich anmutenden Holzhäuser sehen genau so aus wie man sich schwedische Häuser vorstellt. Wir waren hier sehr gerne. Ein Ort, an dem man die Seele baumeln lassen kann und trotzdem in der Neuzeit lebt.

Juli 2014 Reisebericht mit Bildern und Videos von der Altstadt von Sigtuna
Samstag 19.07.2014

Nach relativ kurzer Fahrt von unserem Ankerplatz haben wir heute Sigtuna erreicht, die älteste Stadt Schwedens. Wir liegen im Gästehafen an einem Finger und an einer Heckboje, weil sonst die Finger zu kurz sind. Wieder mal stimmt die Angabe zur Hafengebühr nicht. Statt der 140,- SEK nehmen sie 180,- SEK. Da aber alles inklusive ist und der Strom mit 16 A abgesichtert ist, kann man da auch nicht meckern. Nach dem Kaffeetrinken sind wir zur Touristeninfo gelaufen. Wir waren sofort begeistert von der schönen alten Stadt. Man hat das Gefühl in einem reellen Freilichtmuseum zu sein. Hier gibt es einiges zu sehen, was wir uns aber für morgen aufheben wollen. Z. Zt ist es einfach zu warm.
Der Yachthafen mit 20 Gastplätzen und weiteren an den Mietplätzen, wenn sie grün markiert sind. Man liegt an Heckbojen bzw. an Fingern oder beidem. Wenn man außen an der großen Mole liegt, kann es bei Süd- bis Westwindnen sehr unruhig werden. Vom Hafen aus hat man einen schnellen Zugang zum Stadtzentrum.

Sonntag 20.07.2014

Heute sind wir zu Fuß mit den Kameras losgezogen. Es war zwar schon wieder eigentlich zu warm, aber heute wollten wir einfach uns die Sahnestückchen von Sigtuna ansehen. Es gibt hier allein drei Kirchenruinen. Das absolute High Light ist aber das Rathaus. Es stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist weitestgehend noch im Originalzustand erhalten. Es ist nachweislich das kleinste Rathaus von Schweden und man geht davon aus, auch das kleinste von Europa. In unserem Hafen war gestern ein Segelschiff eingelaufen, mit dem kanadischen Ahornblatt am Heck. Die Leute von diesem Segelboot trafen wir in der Marienkirche. Unsere Neugier ließ sie uns ansprechen. Sie kommen aus Australien, nur das Schiff kommt aus Kanada. Laut ihrer Aussage sind sie seit 1988 unterwegs. Das Schiff haben sie aus Kanada nach Europa geholt. Letztes Jahr haben sie das Schiff in Finnland gelassen und den Winter über in Australien gewesen. Da dachte ich wir sind schon ein bisschen verrückt. Es gibt aber noch viel Verrücktere. In dem kleinen ICA hat Susanne frischen Kuchen besorgt. Wir haben dann sehr frü Kaffee getrunken und hatten durch die Hitze, über 27° C, keine Lust mehr von Bord zu gehen. Abends haben wir endlich mal wieder gegrillt und unseren schon seit längerem gebunkerten Kartoffelsalat dazu gegessen.

Montag 21.07.2014

Nach dem Frühstück sind wir mit den Rädern gestartet. Unser erstes Ziel war Viby By. Es ist ein kleines Dorf aus dem 17. Jahrhundert. Hier durfen sich die Landarbeiter eines nahegelegenen Gutshofes Häuser bauen und nebenbei eigene Landwirtschaft betreiben. Die Gebäude sind bis in die heute Zeit in ihrer Grundsubstanz erhalten einschließlich der mittelalterlichen Einzäunung. Seit 1947 sind die Gebäude unter, wie das gesamte Gelände unter Denkmalschutz gestellt. Ein Landwirt bewirtschaftet noch die Flächen. Die Wohnhäuser werden als Ferienhäuser genutzt mit der Auflage die Stallungen zu erhalten. Hinter dem Dorf war ein Modellflugplatz mit einer Betonpiste. Dort waren zwei Helicopter und ein Flugzeug in Aktion. Eigentlich wollten wir dann noch etwas übers Land fahren, was wir uns aber ob der Hitze anders überlegt haben. Auf der Selektra zeigte das Außentermometer 33,4 ° C. Ich hätte nicht geglaubt, dass es so etwas in Schweden überhaupt gibt. Auf dem Rückweg mit den Rädern hat Susanne aus dem ICA Puderzucker und Äpfel besorgt. Ich habe beim Warten entdeckt, dass es einen kostenlosen Bus von Arlanda nach Sigtuna gibt. Schon tauchte wieder die Idee auf, Vivien doch in Sigtuna aufzunehmen. Zumal es einen Wochenbonus hier im Hafen gibt. In der Touristeninfo hat Susanne dann aber erfahren, dass der kostenlose Bus zu einem Schloss fährt. Den Shuttle zum Flugplatz muss man bezahlen. Trotzdem haben wir uns an der Idee festgebissen und kurz entschlossen wie wir manchmal sind abgelgt, um nach einer Woche nochmals nach Sigtuna zurückzukehren. Dann den Wochenbonus zu buchen und am letzten Tag Vivien aufzunehmen und mit ihr dann nach Stockholm zu fahren. Dann hat sie wenigsten auch ein bisschen Fahrt und erlebt noch das Vikingerdorf auf Birka. Es reicht, wenn wir mit ihr dann noch zwei Tage in Stockholm sind.

Dienstag 22.07.2014

Der heutige Tag begrüßte uns mal wieder mit strahlendem Sonnenschein und es war schon merklich warm. Wir haben den Hafen problemlos verlassen und haben Fahrt aufgenommen in Richtung Uppsala.

Sonntag 27.07.2014

Das kurze Stück von Skokloster nach Sigtuna war schnell erledigt. Das war auch gut so, da der Himmel zunehmend Gewitter signalisiert. Wir haben auch nur eine halbe Stunde gelegen, als es dann auch losging. Die Abkühlung hielt sich aber in Grenzen. Susanne hat gleich die Waschmaschine gefüttert. Wir haben den Wochenpreis mit 800,- SEK bekommen. Die Waschmaschine ist inklusive. Neben uns liegt ein Segelboot, was wir schon in Skokloster gesehen haben. Die Frau spricht Deutsch. Ihre Mutter ist Deutsche gewesen. Sie haben uns eingeladen bei ihnen am Steg anzulegen. Das ist wohl in der Nähe von Stockholm. Am Mittag haben wir gleich mal die Waschmaschine mit 60°C Wäsche gefüttert. Morgen geht es weiter.

Montag 28.07.2014

Heute war Waschtag 2, die Buntwäsche. Ich habe angefangen den Bilderstau abzuarbeiten. Im ICA haben wir uns mit frischem Brot versorgt. Susanne hat viel Spaß mit der Beobachtung eines Hundes auf einem Gastliegerboot neben uns. Ist ein putziges Kerlchen. Am Nachmittag hat es gewittert mit etwas Regen. Die Abkühlung war minimal und beim Schlafengehen hatten wir noch über 29° C im Schlafzimmer. Wer hätte das gedacht, dass wir mal abends noch in Badehosen bis in die Nacht auf dem Achterdeck sitzen.

Dienstag 29.07.2014

Heute war eigentlich Gammeltag. Wir wollten uns diesmal frisches Brot vom Bäcker holen. Aus beiden Bäckerläden die sich hier im Umfeld befinden, sind wir sehr schnell wieder herausgegangen. Die haben ja Preise, da fällt einem nichts mehr zu ein. Ein Brot mit Körner 500 G, sollte in dem einen Laden 78,- SEK kosten. Das sind fast 9 € für ein Brot. Da sind wir doch schnell wieder in unseren ICA gegangen, wo wir ein Brot für ca. 25 SEK bekommen. Im Internet haben wir uns mal schlau gemacht, was die Schweden eigentlich so verdienen. Das liegt speziell für einfachere Tätigkeiten doch höher als bei uns. Handwerker verdienen so um die 3.000,- € umgerechnet. Der Abend war wieder extrem schwül und warm. Vivien ist aus den USA, zu Hause bei ihrer Mutter angekommen.

Mittwoch 30.07.2014

Heute war Bürotag. Wir haben mal wieder unsere Unterlagen sortiert. Ich habe die bereitgelegten Prospekte eingescannt. Das Bildmaterial von Uppsala ist im Internet. Gegen 14:00 Uhr hat es ein Gewitter gegeben mit ausgiebigen Regen. Es ist zwar immer noch warm, aber die Temperaturen sind jetzt etwas erträglicher.

Donnerstag 31.07.2014

Heute sind wir nach dem Frühstück auf die Räder gestiegen und haben uns auf den Weg nach Märsta zum Lidl gemacht. Auf dem Hinweg haben wir einen Radweg durch den Wald genommen, er sollte vorbei an Schloss Steninge führen. Nach mehreren Anläufen haben wir den Weg zwar gefunden, aber der war maximal ein Wanderweg. Wir mussten die Räder schieben. Nach ca. 500 m sind wir umgedreht. Jetzt haben wir den Mälarenradweg genommen.

Den Lidl in Märsta haben wir schnell gefunden. Das Umfeld dort ist sehr schön gestaltet, wie ein Park. Märsta besteht aus vielen neuen Wohnhäusern, die sehr weit auseinander stehen. Dazwischen schöne, gepflegte Grünanlagen. Der Rückweg war kürzer und ging ausnahmslos über Asphalt.

Freitag 01.08.2014

Heute war großer Putztag. Wir haben Viviens Kabine hergerichtet. Ich habe den ganzen Bereich der Pflegestandards abgearbeitet. Unsere Selektra glänzt jetzt wieder richtig. Außerdem waren wir im ICA einkaufen. Die ersten vier Tage mit Vivien sollten wir jetzt über die Runden kommen. Susanne hat unsere Bettwäsche durchgewaschen.

Samstag 02.08.2014

Heute war nun der große Tag an dem Vivien-Sara an Bord kommt. Sie hat sich vom Flugplatz Alanda gemeldet, dass ihr Bus 11:09 Uhr abfährt. Wir haben sie am Busbahnhof in Sigtuna abgeholt. Ihre Anreise hat super gut geklappt. Während ich mit Vivien eine Runde durch Sigtuna gedreht habe, hat Susanne den Kartoffelsalat fertig gemacht. Abends haben wir dann gegrillt. Was für ein schöner Tag. Ich freue mich aber auch auf Morgen, wenn wir Sigtuna wieder verlassen. Eine ganze Woche den quirligen Hafen, da ist es dann auch mal wieder schön etwas Ruhe zu haben.

Montag 04.08.2014

Wir hatten wieder herrlichen Sonnenschein zum Frühstück und Vivien-Sara war schon wieder auf der Selekgra zu Hause. Sie hat sich auch bei dem Ablegemanöver eingebracht, sie wußte ja auch was zu tun ist. Das Verlassen des Hafenswar problemlos. Wir haben Fahrt aufgenommen in Richtung Birka.

Parks/Areale/Statuen/Monumente/Brunnen
Stora gatan

Kurzinfos
Sigtuna hat ein mittelalterliches Stadtzentrum mit Restaurants, Cafés und kleinen Läden. Die alten Kirchenruinen, Wikinger- Runensteine und die alte Hauptstraße (Stora gatan) sind beliebte Touristenattraktionen, besonders im Sommer. Die kleinen Gassen mit niedrigen Holzhäusern führen zu mehreren Kunsthandwerksläden und dem alten, kleinen Rathaus.

Besuchstermine:

Profanbauten
Rathaus

Kurzinfos
Das Rathaus besteht aus zwei Räumen. Das westliche Zimmer war bis um das Jahr 1930 Polizeiwache und hatte zwei Gefängniszellen. Als die Polizeiwache dort nicht mehr erlaubt war, wurde der westliche Raum zu einem Dienst- und Sitzungszimmer umgestaltet. Das andere Zimmer ist der Rathaussaal. Ein großer Teil der Möbel und Gegenstände wurden durch Bürgermeister Kihlmans Bemühungen und in Zusammenhang mit dem Einrichten der Räume während der 1740er und 1750er Jahre angeschafft oder von Bürgern geschenkt.

Besuchstermine:

Sakralbauten
St. Marienkirche

Kurzinfos
Die Kirche wurde vom Dominikanerorden als Klosterkirche erbaut, der Bau begann in den 1230er Jahren. Sie wurde 1247 eingeweiht, aber vermutlich erst 1255 fertiggestellt, als Jarler, Erzbischof von Uppsala, in der Kirche beigesetzt wurde.

Besuchstermine:

Kartenmaterial
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Objektbeschreibungen
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