Uppsala in der Provinz Uppsala län


Unsere Bewertung: --- ---

Uppsala ist unbestritten eine der schönsten Städte Schwedens und das behaupten nicht nur wir. Die Stadt ist geprägt durch die Anwesenheit vieler Studenten aus aller Welt. Die Anzahl historischer Gebäude hat uns beeindruckt. Das Schloss haben wir aber als häßlich empfunden, durch den strengen Barockstiel und seiner Größe wirkt es eintönig. Der Dom ist ein Highlight, nicht zuletzt durch seine vielen Seitenkapellen.

Juli 2014 Reisebericht mit Bildern und Videos von der Stadt, dem botanischem Garten und dem Dom
Dienstag 22.07.2014

In weniger als einer Stunde Fahrt waren wir in Skarholmen im Segelclubhafen angelandet. Ein toller Platz längsseits am Hafeneingang wurde uns vom freundlichen Hafenmeister zugewiesen. Außer uns liegt noch ein deutsches Segelboot im Hafen. Trotz der schon wieder erreichten 25° C haben wir uns auf die Räder geschwungen und sind nach Uppsala in die Innenstadt gefahren. Auf dem Hinweg sind wir das letzte Stück am Fyrisan entlang gefahren. Ich wollte mir mal den Hafen in der City ansehen. Da lagen zwar entzückende Hausboote und auch einige kleinere Sportboote aber wir hätten es hier nicht gut gefunden. Ohne Strom und Wasser und direkt auf dem Präsentierteller für alle Spaziergänger. Da ist unser Platz, auch wenn es gute 9 bis 10 km in die City sind die bessere Wahl. Aber ansonsten sieht es hier sehr schön aus. Nachdem wir die Touristeninfo besucht haben, haben wir noch einen Abstecher zum Dom gemacht. Da wurde gerade vor drei Leutchen eine Abendmesse gehalten, wo wir dann auch nicht stören wollten. Wir sind ja noch ein bisschen hier und Morgen ist ja auch noch ein Tag. Langsam machte uns die Hitze zu schaffen. Wir haben einen Mc. Donalds gefunden und sind eingekehrt. Der Rückweg führte uns dieses mal auf der Westseite von Uppsala zurück in den Hafen. Es war laut Susanne der kürzere Weg. Wir kamen an riesigen Gebäudeanlagen vorbei, die offensichtlich alle zur Universität gehören. In der Touristeninfo haben wir erfahren, dass von unserem Yachthafen bis zur City direkt ein Bus fährt. Der superfreundliche Hafenmeister hat uns eine elektronische Buskarte gegeben. Die braucht man im Bus nur gegen ein Lesegerät halten, dann wird der Betrag vom Konto abgebucht. Der Hafenmeister meinte eine Fahrt bis in die City kostet pro Person 10,- SEK. Susanne hat ihm das entsprechende Geld gegeben. Damit werden wir dann morgen in die City fahren. Das ist bei der Hitze wohl besser.
Bei dem Gästehafen handelt es sich um den örtlichen Segelklub, der auch Gästeplätze anbietet. In der Saison weist der freundliche Hafenmeister einen Platz zu und hilft beim Anlegen. Das Klubgelände ist abgeschlossen und man benötigt einen Schlüssel für das Zugangstor. Dafür ist das Servicegebäude frei zugänglich. Man liegt in der Regel in Boxen mit Heckpfählen, die allerdings teilweise sehr niedrig sind.

Mittwoch 23.07.2014

Jetzt hat uns die Hitzewelle wohl erreicht. Nachts hatten wir 17° C und gestern Abend als wir mit den Fahrrädern zurückkamen, waren es 31° C. Und das in Schweden. Da war es wohl gut, dass wir mit dem Bus in die City gefahren sind. Als erstes sind wir in den Linnégarten und Museum gegangen. Der Garten hatte uns nicht so unbedingt vom Hocker gerissen, aber das Museum war interessant. Im Vorgarten haben wir die anderen Deutschen aus unserem Hafen getroffen. Die beobachten uns schon seit Södertälje, da haben sie uns das erste Mal beobachtet. Sie haben trotz Segelboot dieselben Ambitionen wie wir. Längere Aufenthalte und Besichtigungen am Ort. Als nächstes waren wir im Dom. Dort sang gerade ein Kirchenchor aus Österreich. Das hörte sich sehr gut an. Die Chorleiterin dirigierte mit Leib und Seele. Alle hatten offensichtlich viel Spaß an dem, was sie taten. Der Dom ist sehr beeindruckend. Eine Mischung aus spiritueller Historie und modernster Technik. Zwei Kirchenfenster in einem Seitenchor wurden mit zwei Videobeamern animiert, als ob hinter ihnen Wasser wäre. Das war sehr beeindruckend. Nächste Station war das Schloss. Hier haben wir aber zunehmend gemerkt, dass uns die Kräfte verließen. Die Sonne brutzelte unerbittlich auf uns nieder und die Füße waren langsam wie Blei. Man konnte die Gustav Vasa Burg besichtigen, dazu hatten wir dann aber doch keine Lust mehr. Auf dem Weg zum Busbahnhof haben wir nach langem Erfragen einen ICA gefunden und uns dort mit frischem Brot versorgt. Die Rückfahrt war easy, egal ob bergauf oder bergab, keine Anstrengung wie mit dem Fahrrad. Auf dem geschlossenen Boot herrschten bei Ankunft nette Temperaturen. Da half nur alles öffnen, was zu öffnen ging. Es folgte eine absolut laue Nacht, wie ich sie in Schweden nicht für möglich gehalten hätte.

Donnerstag 24.07.2014

Heute wieder mit dem Bus in die City und weil wir nun langsam Profis waren im Umgang mit der Karte und dem richtigen Sitzplatz, sind wir gut gelaunt direkt am Botanischen Garten ausgestiegen. Der erste Teil, der ehemalige Schlosspark, war nicht so unbedingt der Renner, obwohl sehr schön gestaltet, aber vordergründig eben Park und nicht botanischer Garten. Außerdem gab es wenig Schatten und die Sonne grillte uns schon wieder unerbittlich. Der hintere Teil an der Seite war dann dafür besonders schön. Ein absolutes High Light war das Tropenhaus mit seinen exotischen Pflanzen. Davor haben wir dann Picknick gemacht und unsere Wasserflasche wieder mit kaltem Wasser gefüllt. Auf dem Weg zum ICA sind wir nochmals in den Dom gegangen. Da stand gestern eine Frau vor dem Grab Chor Gustav Vasas und seiner Frau und blickte in den Chor. Wir konnten nicht feststellen, ob sie echt war oder nur eine Wachsfigur. Heute haben wir festgestellt, dass sie wirklich nur aus Wachs war. Sie ist so täuschend echt gemacht, dass man schon fast anfassen muss, um sich zu überzeugen. Faszinierend, dass wir wieder neue Dinge entdeckt haben, die wir gestern gar nicht gesehen haben. Auf dem Weg zum ICA haben wir noch einige Aufnahmen von der Stadt gemacht, sie ist ja wirklich sehr schön und sicherlich könnte man hier noch viele Tage zubringen, um alles zu entdecken. Auf dem Rückweg kam etwas Wind auf und zwischenzeitlich sah es sogar nach Gewitter aus. Nichts dergleichen, nach kurzer Pause brannte die Sonne weiter, aber der Wind blieb und machte die Hitze etwas erträglicher.

Freitag 25.07.2014

Wir haben dem Hafenmeister den Schlüssel und die Buskarte zurückgegeben und als Dankeschön hat er eine Flasche Sekt erhalten.

Burgen/Schlösser/Festungen/Wehranlagen
Schloss Uppsala

Kurzinfos
Schloss Uppsala wurde ursprünglich unter Gustav Wasa begonnen. Als Bauplatz wählte man die Erhebung südlich der damaligen Stadt mit dem Fluss Fyrisån zu Füßen. Nach der Überlieferung wurde 1549 hierfür der Grundstein gelegt, allerdings ist mit den eigentlichen Arbeiten schon 1547 begonnen worden.

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Parks/Areale/Statuen/Monumente/Brunnen
Alt-Uppsala

Kurzinfos
Alt-Uppsala (Gamla Uppsala) ist eine historische Siedlung mit bedeutenden Hügelgräbern und heute Teil des schwedischen Tätort Uppsala, im Stadtteil Norra Staden gelegen.

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Noch nicht besucht!

Linné-Garten

Kurzinfos
Der Linné-Garten (schwedisch: Linnéträdgården) ist der älteste botanische Garten in Schweden. Er gehört heute zur Universität Uppsala.

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Botanischer Garten am Schloss

Kurzinfos
Der Botanische Garten ist eines der beliebtesten Reiseziele von Uppsala. Genießen Sie den grandiosen Barockgarten, besuchen Sie die 200 Jahre alte Orangerie mit ihren wunderschönen Prunksälen oder lassen Sie sich von Stein-, Gemüse-, Sommer- und Gehölzpflanzen zu Hause gartenbauen. Im Tropengewächshaus befindet sich Uppsalas einziger Regenwald!

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Profanbauten

Kurzinfos
Carolina Rediviva ist die Hauptbibliothek der Universität Uppsala und eines der alten, großen Gebäude der Stadt. Der Name bedeutet Wiederauferstandene Carolina. Dies ist eine Anspielung auf das frühere Universitätsgebäude, die Academia Carolina, benannt nach Karl IX. Das Gebäude liegt 350 Meter südlich der Domkirche.

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Gustavianum

Kurzinfos
Das Gustavianum ist eines der älteren Gebäude der Universität Uppsala in Schweden. Es wurde 1622–1625 am Domplatz, direkt gegenüber der Kathedrale erbaut. Neben einem permanenten Museum und wechselnden Ausstellungen ist in der Kuppel der Anatomielehrsaal von Olof Rudbeck zu besichtigen.

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Linnaeanum

Kurzinfos
Das Linneanum ist eine Orangerie , die zwischen 1787 und 1807 im Schlossgarten von Uppsala erbaut wurde und der Universität Uppsala von Gustav III. geschenkt wurde.

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Sakralbauten
Dom zu Uppsala

Kurzinfos
Der gotische Dom St. Erik, auch Eriksdom genannt, in der schwedischen Stadt Uppsala ist mit 118,7 Meter das höchste Kirchengebäude Skandinaviens. Der Dom ist sowohl Krönungs- als auch Grabstätte vieler schwedischer Könige und Sitz eines evangelisch-lutherischen Erzbischofs. Zu den Schätzen der Kirche zählt unter anderem ein vergoldeter Schrein aus dem späten 16. Jahrhundert, in dem die Relikte von Erik dem Heiligen untergebracht sind.

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Kartenmaterial
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Objektbeschreibungen
Uppsala1/B-08 ++ Carl von Linné/ Uppsala Gärten ++ Buch A5 breit