Gera in Thüringen


Unsere Bewertung: --- ---

Gera hat für uns das typisch postsozialistische Erscheinungsbild. Ein großer Teil der Plattenbauten ist nach westlichem Standard modernisiert mit Wärmeisoliereung und außen angesetztem Personenaufzug. Auch viele der verwahrlosten Wohngebäude in der Innenstadt sind schon saniert und erstrahlen wieder in neuem Glanz. Besonders schön ist der Marktplatz mit der historischen Apotheke und dem Rathausgebäude wieder geworden. Es gibt aber leider immer noch viele Gebäude in einem sehr trostlosem Zustand. Was für uns besonders schade war, beide aufgesuchten Kirchen waren verschlossen.
Gera ist kurz vor dem Ende des II. Weltkrieges durch Luftangriffe der US-Army schwer zerstört worden. Leider hat man hier, wie in so vielen Städten Deutschlands und in der ehemaligen sowjetischen Besatzungszone dem schnellen Wohnungsbau Vorrang vor der Wiederherstellung der Historie gegeben. Dadurch fehlt hier nach unserer Wahrnehmung der Charme einer Kleinstadt, den wir aber erwarten.
Ein Blick in das Schaufensterangebot eines Immobilienhändlers zeigt auch sehr deutlich, hier kann man noch extrem preiswerte Immobilien erwerben.

August 2023 Aufenthaltsbericht mit Bildern von der Innenstadt
Mittwoch 02.08.2023

Unser Navi führte uns ostwerts auf die A9 und auf der sind wir bis Triptis geblieben. Von da aus ging es nordöstlich über die B2 nach Gera. Teilweise sehr schmale Straßen, aber in gutem Zustand. Der Stellplatz in Gera war gut ausgeschildert, obwohl wir laut Eigentümerin von der falschen Seite gekommen sind. Der Platz war fast leer, also wir konnten uns wieder einen für uns passenden auswählen. Der Platz macht einen guten Eindruck, es ist alles da was wir brauchen,gut gestaltet und gepflegt. Die Eigentümerin war sehr zugänglich und hat sich viel Zeit genommen uns Informationen über Gera zu geben.
Ich bin alleine zu Fuß in die Stadt gelaufen, um nach einem Bäcker Ausschau zu halten. Susanne will weiter ihren Fuß schonen. Ich bin bei meinem Gang in Richtung Zentrum nicht gerade in Begeisterung ausgebrochen. Allerdings bin ich überwiegend durch ehemaliges Industriegebiet gelaufen, wobei die Betonung auf ehemalig liegt. Auf jeden Fall habe ich einen Fleischer und gleich daneben einen Bäcker gefunden. Mein Rückweg war etwas abenteuerlich. Ich bin über einen Parkplatz eines Einkaufzentrums gelaufen, weil ich glaubte, die Straße geht am Ende weiter. Das einzige was ich gefunden habe, war ein Trampelpfad, der entlang eines bewaldeten Berghangs ins Tal führte und kurz bevor ich unten war vor einem Zaun endete. Na toll. Da es aber nur noch wenige Meter bis zur Straße waren habe ich mich durch die Büsche geschlagen. Nur dumm, dass die riesige Stacheln hatten. Ich habe es aber schadlos geschafft. Zu meinem Erstaunen war ich nur wenige hundert Meter vom Stellplatz entfernt. Auf jeden Fall hatte ich nun auch meine mehr als 10.000 Schritte zusammen.
Gegen Abend haben wir letztmalig auf dieser Tour den Grill aufgebaut. Susanne hatte den Rest Kartoffelsalat vom ALDI aufgebessert mit Ei und Apfel. Wir haben nochmal richtig geschlemmt und riesiges Glück mit dem Wetter gehabt. Wir haben genau eine Regenpause erwischt.

Donnerstag 03.08.2023

Laut Eigentümerin des Stellplatzes sollte heute gegen 09:00 Uhr ein Bäckerwagen kommen. Darauf haben wir uns verlassen und ich habe schon ca. 10 Minuten vor dem Termin vor dem Platz gestanden und auf den Bäcker gewartet. 10 Minuten nach 09:00 Uhr habe ich das Unterfangen abgebrochen. Susanne hatte in der Zwischenzeit noch Toasties ausgebuddelt. Mal abgesehen von dem Ärgernis mit dem Ausbleiben des Bäckers haben wir dann trotzdem gut gefrühstückt. Nach dem Frühstück habe ich unseren NIU startklar für einen Innenstadtbesuch von Gera gemacht. Am Morgen hatte der Wind kräftig aufgefrischt und blies in Böen schon ziemlich heftig. Wir haben unseren NIU am Rutheneum abgestellt. Von da aus waren wir schnell am Marktplatz mit der Touristeninformation. Hier haben wir uns mit entsprechendem Infomaterial über Gera ausgestattet. Der Marktplatz ist sehr schön. Er hat ringsherum noch historische Bebauung, die nach der Wende wieder ihren alten Glanz zurückbekommen hat. Ein besonderes Juwel ist dabei das Rathausgebäude mit seinem markantem Turm. Von hier aus sind wir auf den Nikolaiberg gestiegen, um der Salvatorkirche einen Besuch abzustatten, was leider nur von außen möglich ist. Die Kirche war verschlossen und es gab auch keine Infos zu Öffnungszeiten. Von da aus sind wir vorbei am Museum für Naturkunde, hier sind auch die Höhlergänge, wieder zurück in die Fußgängerzone gelaufen. Die Höhlergänge haben wir nicht besucht, nachdem wir hörten, dass darin mehr als 164 Stufen zu überwinden sind. Außerdem kann man sie nur in Verbindung mit einer Führung besichtigen. Die Fußgängerzone macht einen eher traurigen Eindruck. Es gibt hier sehr viel Leerstand an Einzelhandelsgeschäftsräumen. Die Fußgängerzone endet in einem Bereich der sehr stark von der DDR-Zeit geprägt wurde. Hier steht das ebenfalls noch aus der DDR-Zeit stammende Kongresszentrum mit den typischen Kupferblendscheiben. Aber auch die riesig breiten Straßenflächen und Freiplätze. Man merkt, dass Land hier keinen Marktwert hatte. Wir sind mit dem NIU dann weiter zur Orangerie gefahren. Die Orangerie ist heute Kunstmuseum und sehr schön anzusehen. Auch der Park der zwischen ihr und dem Theater liegt macht einen sehr gepflegten Eindruck. Von der Orangerie sind wir in Richtung weiße Elster gelaufen und dort über die Brücke zur St. Marienkirche. Rechts und links der Allee, die dort hinführt, stehen viele sehenswerte Villen aus der Hochblüte Geras in dem beginnenden Industriezeitalter. Das Schloss Osterstein was einst hoch über der weißen Elster thronte existiert nicht mehr, aber einige der Wirtschaftsgebäude und der dazugehörige Gutshof sind noch vorhanden. Die Gebäude des ehemaligen Gutshofes vom Schloss sind in einem äußerst maroden Zustand, trotzdem sind offensichtlich einige Wohnungen darin noch vermietet. Die St. Marienkirche hätten wir uns gerne auch von innen angesehen, sie ist aber nur an einigen Tagen und dann nur an Nachmittagen für 1,5 Stunden geöffnet. Neben der Kirche steht das Haus in dem Otto Dix geboren wurde. Das Haus beherbergt heute auch ein Otto-Dix-Museum. Wir sind über den Hofwiesenpark wieder zurück zur Orangerie gelaufen und auf unseren NIU gestiegen. Mit einem Zwischenstopp bei einem Bäcker sind wir wieder bei unserem Womo gelandet. Bei dem Bäcker haben wir uns mit Brötchen für morgen Früh versorgt. Auf den blöden Bäckerwagen fallen wir nicht nochmal herein.

Freitag 04.08.2023

Da wir schon gestern Brötchen für heute besorgt hatten, ging die Frühstückszubereitung recht flott. Wir haben nur Grauwasser abgelassen und die Toilettenkassette geleert.
Unser Navi hat uns in Richtung A4 geführt, wollte die A4 unterqueren, um dann in Richtung Leipzig auf der B7 schräg zur A9 zu gelangen. Dumm nur, dass die B7 gesperrt war und wir zu allem Überdruß die A4 bis zur nächsten Abfahrt in entgegengesetzter Richtung fahren, um dort zu wenden und dann die A4 in entgegengesetzter Richtung bis zur A9 am Hermsdorfer Kreuz zu fahren. Nach relativ kurzer Fahrt auf der A9 in Richtung Berlin, sagte uns unser Navi schon, sie nähern sich einem Stau. Kurz vor dem Schkeuditzer Kreuz war es dann auch so weit. Es ging von drei auf zwei Spuren. Dieser Stau kostete uns etwa 20 Minuten. Bis zum Außenring von Berlin ging es nun aber störungsfrei weiter. Hier wollte uns das Navi über die Avus und Tegel nach Velten leiten. Wir haben aber vorgezogen außen herum zu fahren, weil um diese Zeit Avus und Stadtring hoffnungslos verstopft sind. Auf der A10 angekommen, kam die Information, dass die A10 ab Abzweig A2 bis Auffahrt Groß Kreutz gesperrt ist, wegen einer Fahrbahnabsackung. Eine Umfahrung wäre ab Ausfahrt Ferch möglich gewesen. Dort stauten die Fahrzeuge aber schon bis auf die Autobahn zurück. Wir sind dann bei Lehnin abgefahren und Landstraße über Groß Kreutz zurück zur A10. Das war offensichtlich sehr geschickt, denn an der Autobahnauffahrt haben wir gesehen, dass die Gegenfahrbahn soweit wir blicken konnten gestaut war. Trotz der Baustellen die jetzt noch auf der A10 kamen, sind wir jetzt aber gut vorangekommen. Bei Ankunft in Velten hatten wir, gegenüber der anfänglich geplanten Ankunftzeit, mal gerade 25 Minuten verloren.
Manuel hatte uns wie versprochen einen neuen Platz an der Seite des Vordaches von der Halle vorbereitet. Eine superschöne Tour hat damit für uns ein glückliches Ende gefunden.

Museen/Ausstellungen/Gedenkstätten
Museum für Naturkunde

Kurzinfos
Das Museum für Naturkunde in Gera ist eines von vier städtischen Museen der Stadt. Es befindet sich im Schreiberschen Haus auf dem Nicolaiberg in der östlichen Altstadt, unmittelbar neben der Salvatorkirche.

Besuchstermine:
Noch nicht besucht!

Stadtmuseum Gera

Kurzinfos
Das Stadtmuseum ist ein Museum in Gera, das sich mit der Geschichte der Stadt beschäftigt. Es befindet sich in der Heinrichstraße 2, im Gebäude des ehemaligen Zucht- und Waisenhauses – mitten im Zentrum der Stadt in Marktnähe.

Besuchstermine:
Noch nicht besucht!

Parks/Areale/Statuen/Monumente/Brunnen
Botanischer Garten Gera

Kurzinfos
Der Botanische Garten Gera ist ein 0,7 Hektar großer Lehr- und Schaugarten in der thüringischen Stadt Gera, der insbesondere die Pflanzenwelt Ostthüringens zeigt und heute zum städtischen Museum für Naturkunde gehört.

Besuchstermine:
Noch nicht besucht!

Simsonbrunnen

Kurzinfos
Der Simsonbrunnen ist ein Springbrunnen in der Mitte des Geraer Marktes. Die Brunnenfigur stellt den biblischen Löwenbezwinger Samson (oder Simson) dar.

Besuchstermine:

Profanbauten
Rathaus

Kurzinfos
Das Geraer Rathaus ist der Sitz der Stadtverwaltung und des Stadtrates in der kreisfreien Stadt Gera. Es besteht aus mehreren zusammenhängenden Gebäuden zwischen Markt und Kornmarkt.

Besuchstermine:

Stadtapotheke

Kurzinfos
Die Stadtapotheke ist eine Apotheke in der historischen Altstadt von Gera. Sie liegt an der Einmündung der Kleinen Kirchstraße an der nordwestlichen Ecke des Marktes. Bekannt ist sie für ihren reich verzierten Erker.

Besuchstermine:

Sakralbauten
Marienkirche

Kurzinfos
Die Marienkirche ist eine spätgotische Kirche im Geraer Stadtteil Untermhaus.
Die Kirche befindet sich am Mohrenplatz, dem historischen Zentrum von Untermhaus, an der über die Weiße Elster führenden Untermhäuser Brücke. Unmittelbar neben der Kirche befindet sich das Otto-Dix-Haus, in dem 1891 der Maler Otto Dix geboren wurde.

Besuchstermine:

Salvatorkirche

Kurzinfos
Die Salvatorkirche ist eine evangelisch-lutherische Kirche auf dem Nicolaiberg im Stadtzentrum von Gera in Thüringen. Neben der Johanniskirche und der Trinitatiskirche ist sie eine der drei innerstädtischen Kirchen von Gera.

Besuchstermine:

Zoo´s/Tiergehege
Tierpark Gera

Kurzinfos
Der Thüringer Waldzoo Gera wurde 1962 als kleines Heimattiergehege gegründet und entwickelte sich zum größten Waldzoo Ostthüringens und einem der größten Thüringens. Er liegt mitten im Stadtwald – unmittelbar vor den Toren der Stadt Gera – im Martinsgrund. Eine Besonderheit bilden die durch starke Erosion entstandenen tiefen Schluchten.

Besuchstermine:
Noch nicht besucht!

Wohnmobilhafen Gessenpark

Kontaktdaten Ausstattung Umfeld/Preise Informationen/Bilder/Videos
Platz: Wohnmobilhafen Gessenpark

✉ Gessentalstraße 21 (Zufahrt über Straße der Völkerfreundschaft), 07551

Gera

☎ +49 365732060
🌍 Homepage
🌐 Google Map
Letzte Aktualisierung:
31.10.24
Anz. Stellpl.: 10
Boden: Schotter/Kies
🔛 12 Meter
🔌 ja; 🚰 ja
Kleinmengen: nein
🚽 ja Becken
📥 ja Bodeneinlass
🚿 ja; 🚻 ja
📶 nein
Max. Aufenthaltsdauer: Ohne Begrenzung
📆 ganzjährig
Gasflaschentausch: nein
Brötchenbestellung: nein
Waschm./Trockner: nein
Müllentsorgung: ja
Mülltrennung: ja
🍴 1200 Meter
🥨 1200 Meter
🛒 1100 Meter ALDI
🎯 2600 Meter
💵 Hpts.: 15,-€/Tag
💵 Nebs.: 15,-€/Tag
💵 Nebenk.: 0,-€
🔌 1,-€/1,5kWh
🚰 1,-€/100 Liter
Mindermengen: 0,-€
🚽 0,-€; 📥 0,-€
🚿 1,-€/4 Min.; 🚻 0,-€
📶 0,-€
Müll: 0,-€

Stellplatzinfos:
  • Die Plätze gehören zu einem Betriebsgelände, sie sind markiert und sehr großzügig gestaltet.
  • Strom gibt es an entsprechend verteilten Säulen mit 16A Absicherung und in CEE-Ausführung.
  • Die V+E befndet sich an der Zufahrtsstraße zwischen zwei Bauten. Sie ist professionell gestaltet. Für die Grauwasserentleerung ist der Bodeneinlass gut anfahrbar.
  • Die Bezahlung erfolgt beim Eigentümer im Büro.
  • Teilweise fährt ein Bäckerwagen den Platz an. Ich habe bei Brötchenbestellung trotzdem nein eingetragen, weil der Backwagen unzuverläßig ist und teilweise für uns zu unmöglichen Zeiten kommt, wie z. Bsp. 09:50 Uhr.
  • Der Platz ist sehr liebevoll und äußerst zweckmäßig gestaltet. Alles ist sauber und aufgeräumt. Wenn nicht gerade Bauarbeiten im Umfeld sind, steht man hier sehr ruhig. Die Eigentümer sind sehr zugänglich und bemüht, dass man sich wohlfühlt. Der Backwagen, der frühmorgens kommt, ist sehr unzuverlässig und kommt zu unregelmäßigen Zeiten. Man muss sich vorher informieren.

    Unsere Aufenthalte: ++
  1. vom 02. bis 04.08.23 : Wir stehen im vorderen Bereich gleich an der Hecke. Wir haben diesen Platz gewählt, um den NIU ein- und ausladen zu können.

Kartenmaterial
2327/B-06 ++ Gera Stadtführer ++ Buch A5 schmal
2328/B-06 ++ Stadtplan von Gera ++ Blatt A4 auf A5 gefaltet

Objektbeschreibungen
Keine Informationen vorhanden!