Seedorf (Sellin) im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern


Unsere Bewertung: --- ---

Dieser Ort ist ein kleines, verträumtes ehemaliges Fischerdörfchen. Heute ist es fest in der Hand von Touristen. Ein großer Yachthafen nimmt der Yachten der Gäste auf. Hier genießt man die besondere Natur oder verschwindet wieder am nächsten Tag.

September 2013 Aufenthaltsbericht mit einem Video vom Yachthafen und Umgebung
Samstag 14.09.2013

Im Strelasund wimmelte es nur so von Segelbooten, was uns daran erinnerte, dass es ja Wochenende ist. Für uns nicht mehr relevant, daher auch nicht mehr gegenwärtig. Unterwegs haben wir uns spontan dazu entschieden, noch eine Nacht in der Having zu ankern. Noch ist der Wind ja kaum zu spüren und das sollte auch bis morgen noch so bleiben. Als wir in der Having waren, habe ich auf der Karte festgestellt, dass das Befahren der Having mit Maschinenantrieb nur in den betonnten Fahrwassern erlaubt ist. Tschüss Ankern! In Seedorf angekommen zeigte sich, dass die Boxen meistens zu klein sind und die breiteren Boxen belegt sind. Ganz am Ende vom Wasserwanderrastplatz gab es noch zwei grüne. Wir sind in eine davon eingefahren. Kaum festgemacht, kam die Hafenmeisterin und hat uns klar gemacht, dass die Box nur eine Nacht frei ist. Wir mussten also wieder mal umsetzen. Susanne hat das mächtig genervt. Aber das Hafengeld von 10,- €/Nacht hat uns wieder positiv gestimmt. Wenn wir 10 Tage bleiben, ist der 11. zum Nulltarif. Da wir uns am Wochenende mit Klaus und Renate hier treffen wollen, werden die 10 Tage zusammenkommen. Bei einem ersten Spaziergang durch den Ort, haben wir zwei Gaststätten entdeckt, mit sehr interessanter Preisgestaltung. Die Essen liegen im Mittel bei 10,- €. Am Abend haben wir die erste Gaststätte gleich am Hafen ausprobiert und waren hell auf begeistert. Sogar die Getränke waren sehr preiswert.

Sonntag 15.09.2013

Heute regnete es während wir gefrühstückt haben, aber der Wind hielt sich in Grenzen. Soll erst heute Abend auffrischen. Wir gönnen uns einen faulen Tag und genießen das schlechte Wetter. Ich habe gelesen und Susanne hat ihren Bauernhof bewirtschaftet. Am frühen Nachmittag kam dann doch noch die Sonne heraus und wir haben einen weiteren Spaziergang durch das Dorf gemacht. Dieses mal in die andere Richtung, also nach Neuensien. Die beiden Orte gehen nahtlos ineinander über und ohne Ortsschild würde man den Unterschied gar nicht merken. Abends haben wir die Wahlergebnisse verfolgt und uns über den Wahlsieg der CSU gefreut.

Montag 16.09.2013

Heute Nacht hat der Wind nachgelassen, also das angedrohte Unwetter mit Sturm lässt noch auf sich warten. Es ist zwar stark bewölkt, regnet aber nicht. Wir sind um 12:06 Uhr mit dem kleinen Zubringerbus nach Sellin gefahren.

Nach der Rückkehr aus Sellin haben wir im Hafen uns die Kurkarte besorgt. Man zahlt für zwei Personen 2,30 € / Tag. Wir haben die Karte gleich bis einschließlich Montag gebucht.

Dienstag 17.09.2013

Auch heute war frühmorgens nichts von Unwetter zu spüren. Da haben wir uns zu Fuß auf den Weg über den Berg, vorbei an den Wildgehegen, nach Moritzdorf gemacht. Dabei sind wir den kleinen Querweg über die Aussichtplattform wo die ehemalige Moritzburg gestanden hat, gegangen. Auf der anderen Seite, also zur Having hin, konnte man über eine schier endlose Treppenanlage nach unten gehen und war direkt am Ortsanfang von Moritzdorf. Dort haben wir uns von der Ruderfähre übersetzen lassen. Auf der anderen Seite haben wir uns den Hafen angesehen, und dabei in Erfahrung gebracht, dass hier ein neuer Yachthafen geplant ist. Von hier aus sind wir mit der Bäderbahn nach Baabe gefahren. In Baabe war ich endlich beim Frisör. Baabe hat uns nicht so gut gefallen wie Sellin. Baabe hat zwar eine schöne und fast endlos erscheinende Kurpromenade, aber es fehlen die alten Häuser mit den für diese Gegend typischen Holzverkleidungen an Fenster und Balkonen. Am Liedelparkplatz in Baabe haben wir wieder ein Fischbrötchen gegessen. Danach sind wir nach Sellin gelaufen. Unterwegs konnte ich gute Videoaufnahmen vom rasenden Roland machen. Wir wollten mit dem 14:40 Uhr Bus wieder nach Seedorf zurückfahren, haben dann aber unterwegs festgestellt, dass wir es bis zur Landungsbrücke nicht schaffen werden. Unterwegs konnten wir ihn dann aber noch abfangen. Er ist ohnehin ganz anders gefahren als gestern.

Mittwoch 18.09.2013

Heute hat es wie vom Wetterdienst angekündigt schon beim Frühstück geregnet und es sollte den ganzen Tag weiter regnen. Da ist ein fauler Tag mal wieder fällig. D. h. so wirklich faul war er doch nicht. Ich habe mich endlich an unsere Warmwasserversorgung gemacht. Das Gepiesel beim Duschen ging mir langsam auf die Nerven. Leider konnte ich das Problem nicht ganz beseitigen, da ich offensichtlich das Rückschlagventil an dem Kaltwassereingang ausbauen muss. Aber am Thermostat habe ich die Temperatur etwas heruntergedreht. Müsste jetzt so bei 50 - 60 °C liegen. Damit könnte eigentlich die Wasserheizung dauerhaft an bleiben. Der Rest des Tages war mit Lesen eines Buches und Schlafen ausgefüllt.

Donnerstag 19.09.2013

Heute sah das Wetter schon etwas besser aus. Wir sind mit dem Bus wieder nach Sellin gefahren.

Der Bus hat uns wieder pünktlich um 14:40 Uhr nach Seedorf gebracht. Das ist wirklich eine praktische Einrichtung.

Freitag 20.09.2013

Heute hat es beim Frühstück leicht geregnet. Wir hatten uns eine Radtour vorgenommen, die wir erst gegen 12:00 Uhr starteten. Gerade als wir losfuhren, fing es dann aber schon wieder leicht zu regnen an. Davon haben wir uns aber nicht abschrecken lassen. Das war auch gut so, denn schon nach einigen Minuten Fahrt, hörte es wieder auf. Am Nachmittag kam dann sogar die Sonne heraus. Wir sind über die Brücke in Richtung Lauterbach gefahren. Bei Groß Stresow haben wir uns Steingräber angesehen. Das Dorf selbst ist ein niedlicher, kleiner, verträumter Fischerort. Es gibt sehr schöne, reetgedeckte, alte Häuser. Entgegen der Fahrradkarte gab es doch einen Radweg direkt durch den Goor. Das ist ein dichter, märchenhafter Laubwald. Am Ende dieses Waldes liegt das alte Badehaus vom Goor, was heute ein luxuriöses Hotel ist. Es macht mit seiner Säulenfront einen imposanten Eindruck. Kurz dahinter erreicht man schon den neuen Yachthafen von Lauterbach, der von Im-Yaich betrieben wird. Eine schöne Anlage, deren Besonderheit die schwimmenden Ferienhäuser sind. Der Hafen ist mit 17,- € in der Hauptsaison und 15,- € jetzt in der Nachsaison relativ teuer. Wir haben uns gefragt, was wir hier besser hätten als in Seedorf, wo wir für 10,- € liegen und dann noch die schnelle Verbindung mit dem Bus nach Sellin, Baabe und Göhren haben. Lauterbach selbst, hat uns gar nicht gefallen. Nicht mal der Fischereihafen strahlte etwas Charme aus. Auf dem Rückweg sind wir über das Landesinnere gefahren, um dann später wieder auf den Radweg zur Brücke rüber zu schwenken. Der erste Ort Vilmnitz hat uns etwas irritiert. Jede Menge verlassene und heruntergekommene Häuser, dazwischen aber wieder sehr schöne Villen. Das bedeutet, abseits der Bäderorte gibt es offensichtlich doch noch einiges zu tun. Der Querweg zurück zu unserem Brückenweg war keine gute Idee. Es war überwiegend Kopfsteinpflaster aus dem Mittelalter und auch in dem Zustand. Wir mussten fast die gesamte Strecke unsere Fahrräder schieben, da auf diesem Pflaster ein Fahren unmöglich war. Aber wir haben unbeschadet unsere Selektra wieder erreicht. Heute Abend waren wir wieder in der Gaststätte zu den drei Linden. Wir haben wie schon am Sonntag wieder hervorragend preiswert und gut gegessen. Das war ein schöner Ausklang für den Tag.

Samstag 21.09.2013

Heute haben wir bis auf den Mittag gelesen und gegammelt. Um 12:06 Uhr sind wir mit dem Bus nach Sellin gefahren und sind dieses mal direkt am Edekaparkplatz ausgestiegen.

Sonntag 22.09.2013

Heute zum Kaffee werden Klaus und Renate kommen. Wir bringen die Selektra auf Vordermann und bereiten uns entsprechend vor. Klaus und Renate haben Seedorf erreicht und einen tollen Pflaumenkuchen und Sahne mitgebracht. Am Abend waren wir mit ihnen in unserem Lokal zu den drei Linden. Ich habe mal den angebotenen Wels genommen und war hell auf begeistert. Auch Renate und Klaus waren von dem Essen sehr angetan. Danach haben wir noch zusammen gesessen und geplaudert. Außerem haben wir für den morgigen Tag einen Schlachtplan gemacht.

Montag 23.09.2013

Klaus und Renate haben uns in Seedorf abgeholt und dann sind wir nach Göhren gefahren.

Von Göhren sind wir mit dem Auto zu uns aufs Boot gefahren und haben dort wieder Renates leckeren Pflaumenkuchen genossen. Renate und Klaus sind danach in ihr Hotel gefahren. Um 18:45 Uhr sind wir mit dem letzten Bus nach Sellin gefahren, wo wir uns wieder mit Klaus und Renate getroffen haben.

Dienstag 24.09.2013

Heute haben Renate und Klaus wieder Rügen verlassen. Vorher waren sie noch bei uns zum zweiten Frühstück. Wir haben uns mal wieder einen faulen Tag gegönnt, bevor es auch für uns morgen weiter geht. Mit der Hafenmeisterin haben wir bereits abgerechnet. Ab morgen wird uns der Kater Hugo vermissen. Er kam uns immer auf dem Boot besuchen. Er saß vor einer der Türen und mauzte. Susanne hat ihm etwas Milch gegeben und wir haben ihm von den guten schwedischen Köttbuller was abgegeben. Danach hat er sich meistens in einen Stuhl gelegt und gepennt.

Mittwoch 25.09.2013

Wir sind heute endlich wieder für eine nächste Etappe gestartet. 11 Tage an einem Liegeplatz, das haben wir bisher bei diesem Törn noch nicht geschafft. Es war aber sehr schön in Seedorf und das Treffen mit Klaus und Renate war auch sehr schön. Das Wetter meinte es auch gut mit uns, es gab sogar zwischendurch mal blauen Himmel und der Wind mit 2-3 Bf hielt sich auch in Grenzen. Der zur Ostsee offene Teil des Greifswalder Botten hat eine leicht unangenehme Welle von der Seite. Damit kann unsere Selektra aber umgehen. Unser nächstes Ziel ist der kleine Hafen von Lassan.

November 2017 Aufenthaltsbericht
Samstag 25.11.2017

Wir waren mit dem Leihwagen vom Campingplatz in Dranske unterwegs. Nach einer längeren Fahrt mit vielen Etappen, sollte nun endlich unsere Zielstation Seedorf angesteuert werden. Das Haus die Kate sich anzusehen machte nicht viel Sinn, da es schon dunkel war. Man konnte nur erahnen wie es wirklich aussieht. Weiter ging es zu der Gaststätte. Die haben wir in bester Erinnerung von einem Aufenthalt mit der Selektra in 2013. Außerdem hatten wir auch langsam Hunger. Nachdem wir vor der Gaststätte ankamen, ließ das Dunkle der Anlage nichts Gutes erahnen und genau so war es auch. Am Eingang prangt ein Schild, mit den Worten "Wir machen Betriebsurlaub". Das war ja nun der Wirstcase. Da fahren wir ca. 50 km um dann vor verschlossenen Türen zu stehen. Susanne hatte extra in der Homepage nachgesehen. Da stand nichts von Betriebsferien. Künftig werden wir in solchen Fällen vorher anrufen.
Jetzt haben wir mit Frust und Wut den Heimweg angetreten, mit dem Ziel in Glowe in ein Lokal zu gehen.

Profanbauten
Kate Seedorf

Kurzinfos
Im örtlichen Denkmalverzeichnis ist die Kate an der Adresse Seedorf 16/17 als Baudenkmal eingetragen.

Besuchstermine:

Schiffsanlagen/Brücken/Wehre
Hafen Seedorf

Kurzinfos
Der Hafen ist sehr lang und bietet sowohl Liegeplätze in Boxen wie auch längsseits an der Hafenspundwand. Die Infrastruktur ist modern und zweckentsprechend. Es gibt einen kostenlosen Bustransfer in das Ostseebad Sellin und nach Göhren, wenn man die Kurkarte hat.

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Kartenmaterial
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Objektbeschreibungen
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