Juni 2023 Aufenthaltsbericht mit Bildern von der Altstadt und unserer beschädigten Treppe
Am Stellplatz angekommen gab es die erste böse Überraschung, ein Securitymann vom Campingplatz erklärte uns, dass wir erst ab 12:30 Uhr auf den Platz fahren dürfen. Bis 12:00 Uhr ist nur Ausfahrt. Wir hatten es jatzt gerade mal 11:20 Uhr. Vor uns stand ein niederländisches Paar mit einem Gespann, die sollten rückwärts auf einen Parkplatz fahren. Der Mann war kurz vor dem Durchdrehen. Uns wurde dann aber angeboten schon einzuchecken. Das haben wir dann gemacht. Das begann aber auch sehr abenteuerlich. Die ältere Dame in der Rezeption konnte weder deutsch noch englisch. Zu unserem Glück kam, während Susanne versuchte mit ihren Französischkenntnissen ihr zu erklären, um was es geht, gerade eine jüngere Mitarbeiterin, die englisch konnte. Nun kamen wir vowärts. Als alles fertig war und wir alle Unterlagen hatten und unsere Platznummer, fragte ich, ob wir denn nun auch auf den Platz fahren dürfen, meinte sie nur ja, dürfen sie. Auf der zugewiesenen Standfläche hatten wir aber keinen Fernsehempfang und dass ist für uns ein KO-Kriterium. Wir haben nach einem Platz Ausschau gehalten, wo eine hohe Empfangswahrscheinlichkeit bestand. Beim Umsetzen bin ich mit ausgefahrener Treppe an einem Müllkasten aus Beton hängen geblieben und nun ist unsere Treppe wieder mal beschädigt. Nicht unser Tag. Auf dem von uns ausgewählten Platz hatten wir aber Fernsehempfang. Das war ja schon mal gut. Ich habe überlegt, wie wir die Treppe so hinbekommen, dass wir sie wenigsten bei dieser Tour noch nutzen können. Was beim Vorwärtsfahren dazu geführt hat, dass ich die Treppe verzogen habe, müsste beim Rückwärtsfahren auch umgekehrt funktionieren. Ich bin mit ausgefahrener Treppe nun rückwärts gegen den Müllkasten aus Beton vorsichtig gefahren. Mit kleinen Schüben, ist es mir gelungen, sie heilwegs wieder zurück zu drücken.
Nachdem wir unser Womo wieder platzfest gemacht haben haben wir unseren Mittagskaffee getrunken. Danach sind wir zu einem ersten Stadtspaziergang aufgebrochen. Der Vorteil dieses Campingplatzes soll ja die Altstadtnähe sein. Schon nach ca. 10 Minuten waren wir dann auch am Beginn der ersten Fußgängerzone. Unsere Suche nach der Touristeninfo war erfolgreich. Dort konnten wir uns auch gut mit Infomaterial über Metz ausstatten. In der Fußgängerzone am Markt entdeckten wir mehrere Bäcker, einer hatte es Susanne besonders angetan. Dort haben wir uns mit Kuchen versorgt für unseren Nachmittagskaffee. Danach haben wir noch eine Runde durch die Markthalle gedreht, die noch das Flair einer Markthalle hat wie wir es aus alten Zeiten kennen. Danach ging es zurück zum Womo. Campingmöbel, Markise und schon konnten wir draußen den leckeren Kuchen genießen. Also backen kann man hier ganz offensichtlich.
Nach dem Kaffeetrinken habe ich mich nochmals über die Treppe hergemacht. Mit allen möglichen Tricks unter Einsatz des Spanngurtes für unseren NIU habe ich die Treppe zumindestens so hinbekommen, dass wir sie wieder benutzen können und sie für die Fahrt einfahren können. Wir werden trotzdem eine neue Treppe benötigen.
Jetzt war Entspannung und Relaxen angesagt. Wir sind alt genung, um uns von solchen Ereignissen nicht aus der Bahn werfen zu lassen.
Gegen 11:30 Uhr sind wir in die Altstadt gelaufen, dieses mal in östlich Richtung. Die St. Vincent Basilica war verschlossen, genauso wie die Église Saint-Clément. Na wenigstens die Ruine der Eglise Saint Livier war zugänglich. Die Reste der Turmhalle sind schon komplett von Kletterpflanzen zugewachsen. Von hier aus sind wir entlang der Mosel zum Place d'Armes gelaufen, dem früheren Exerzierplatz. Hier steht die Kathedrale von Metz, die wir dann auch ausführlich besichtigt haben. Das Langhaus oder Mittelschiff ist mit seinen 42 Metern Raumhöhe, das höchste Kirchenschiff Europas. Generell aber ein sehr von den Regeln abweichender Baustil. Entsprechend ihres Alters, die ältesten Teile der Kirche gehen zurück bis in das 6. Jahrhundert, sind alle Baustile aus dieser Epoche vorhanden. Das Hauptzugangsportal führt direkt in das Langhaus und der Übergang von der Vierung zum Hochchor fehlt. Aber gerade vielleicht deswegen ein fesselndes Bauwerk. Von der Kathedrale aus sind wir durch die alten Gassen in Richtung Porte des Allemands (Deutsches Tor) gelaufen. Dabei ist uns aufgefallen, dass die eigentlich sehr schönen historischen Häuser, fast ausnahmslos in einem traurigen Zustand sind. Fenster, Türen und Fassaden, fehlt fast ausnahmslos ein Farbschutz. An ehemals kunstvoll verzierten Fassaden werden regellos Kabel angenagelt und diese dann herunterhängend einfach zusammengeführt, mir tut so etwas regelrecht weh. Eine Vergewaltigung und Respektlosigkeit den Erbauern und Handwerkern gegenüber. Alles schnell hingehauen, nichts gediegen und strukturiert. Ich kenne so etwas schon aus meinen Besuchen im Rahmen meiner Osramtätigkeit aus Italien. Zumindestens, die Stadt lebt und ist quirlig. Unterwegs hat Susanne bei einem der vielen Bäcker uns ein Brioche gekauft, eine absolut leckere Sache. Bevor wir das Porte des Allemands erreicht haben, konnten wir noch die kleine Kirche Église Saint-Maximin besichtigen, eine fast leere und schmucklose Kirche. Das Porte des Allemands ist ein bulliges Bauwerk, ein Stadttor mit Türmen und einer Brücke, die die Seille überspannt, ein kleiner Fluß, der schon ein paar hundert Meter weiter in die Mosel mündet. Erbaut wurde der Turm im 13. und 15. Jahrhundert als Bestandteil der Stadtbefestigung und einer großen Festungsanlage. Von hier aus ging es zur Église Saint-Eucaire, eine düstere Kirche, mit fast schwarzen Wänden, wobei uns nicht klar wurde, ob das Farbe oder Schmutz ist. Auf jeden Fall hatte sie noch einen Teil ihrer historischen Innenausstattung. Wieder zurück zum Place d'Armes sind wir jetzt auf dirktem Wege vorbei an Opéra-Théâtre de Metz zum Temple Neuf. Diese Kirche war allerdings verschlossen. Nun hatten wir nur noch wenige hundert Meter zum Womo. In der Zwischenzeit ist es auch schon wieder ziemlich warm geworden und so konnten wir die Luft und das bisschen Wind vor unserem Womo, unter der Markise, gut genießen.
Burgen/Schlösser/Festungen/Wehranlagen
Sakralbauten
| Kontaktdaten | Ausstattung | Umfeld/Preise | Informationen/Bilder/Videos |
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Platz: Camping Municipal Metz
✉ All. de Metz Plage, 57000 🌍 Homepage 🌐 Google Map Letzte Aktualisierung: 28.06.2023 |
Anz. Stellpl.: 150 Boden: Wiese/Gras 🔛 12 Meter 🔌 ja 16A CEE; 🚰 ja 🚽 ja Becken 📥 ja Bodeneinlass 🚿 ja; 🚻 ja 📶 ja Max. Aufenthaltsdauer: Ohne Begrenzung 📆 Anfang April bis Ende September Gasflaschentausch: nein Brötchenbestellung: ja Waschm./Trockner: ja Müllentsorgung: ja |
🍴 400 Meter/Imbiss am Platz 🥨 800 Meter 🛒 800 Meter 🎯 800 Meter 💵 Hpts.: 24,50€/Tag 💵 Nebs.: 24,50€/Tag 💵 Nebenk.: 0,-€ 🔌 0,-€ 🚰 0,-€ 🚽 0,-€; 📥 0,-€ 🚿 0,-€; 🚻 0,-€ 📶 0,-€ Waschm./Trockner: 4,-€/ Vorgang Müll: 0,-€ |
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2283/B-03 ++ Constellations de Metz/Stadtplan ++ Faltplan A6
2284/B-03 ++ Kathedrale Saint-Étienne Metz ++ Heft A5 schmal
2285/B-03 ++ Stadtführer Metz/Entdeckungsbummel ++ Heft A5