Juni 2023 Aufenthaltsbericht mit Bildern der Stadt und einem Video von der Lichtershow
Wir haben vom Stellplatz in Metz aus sehr schnell die Autobahn 31 erreicht. Auf der sind wir dann auch bis ca. 9 km vor Nancy geblieben. Von diesen 9 Kilometern gingen die letzten 5 km direkt durch die Altstadt. Teilweise sind die Fahrstreifen extrem schmal. Das verhalten der Autofahrer hier erscheint uns ziemlich rücksichtslos anderen Verkehrsteilnehmern und auch Fußgängern gegenüber. Verkehrsschilder muss man hier nicht unbedingt beachten, so erscheint es uns zumindestens. Aufgefallen ist uns beim Durchfahren der Altstadtstraßen, dass die meisten Wohnhäuser hier weitaus gepflegter sind als in Metz. Bevor wir auf den Stellplatz gefahren sind haben wir noch eine Ehrenrunde gedreht, weil wir die Einfahrt nicht gefunden haben. Erst beim zweiten Anlauf haben wir uns von dem Absperrgitter in der Zufahrt nicht irritieren lassen. Es kam dann auch sofort ein Hafenmitarbeiter, der die Absperrung beiseite nahm. Der Platz war wieder erstaunlich leer. Wir konnten uns einen Stellfläche aussuchen. Susanne war gleich beim Hafenmeister und hat von ihm eine Einweisung inklusive Stadtplan erhalten und hat für die drei Tage die Standgebühren bezahlt. Nach unserem Zwischenkaffee sind wir zu einer ersten Besichtigung in die Innenstadt gelaufen und waren relativ schnell von dieser Stadt positiv angetan. Der Place Stanislas ist ganz offensichtlich das Schmuckstück der Stadt. Der Platz mit seinen Gebäuden ist auch von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt worden. Er gilt als einer der schönsten Plätze der Welt. Wir waren jedenfalls sehr beeindruckt ob des Prunkes den man ringsherum sieht. Hier tobt auch das Leben. In dem Rathaus, was an der Südfront des Platzes steht befindet sich die Touristeninfo. Dort konnten wir uns noch mit weiterem Info-Material ausstatten. Wir sind danach noch durch das Arc Héré zum Place de la Carrière, dann vorbei an der Basilika Saint-Epvre um dann über kleine Gassen wieder zurück zum Place Stanislas zu kommen. Unterwegs haben wir einen kleinen Bäcker entdeckt, bei dem wir uns noch ein Baguette gekauft haben. Das roch so gut und fühlte sich so cross an, dass wir nicht widerstehen konnten. Bis wir am Womo ankamen, war die Hälfte des Baguetts schon weg. Das war so super lecker, dass wir uns ganz schön zusammenreißen mussten, nicht auch den Rest noch aufzuessen. Auf der Suche nach einem Bäcker in der Nähe des Stellplatzes haben wir zwar keinen Bäcker gefunden, aber dafür einen Werksverkauf von einer Schokoladenfabrik. Offensichtlich alles handgemacht, sind auch die Preise entsprechend. Eine kostenlose Kostprobe hat das auch bestätigt. Wir haben uns aber beherrscht.
Im Womo gab es dann Kaffee und den Rest Kuchen, den wir gestern in Metz gekauft hatten. Danach haben wir uns nochmals auf den Weg gemacht, Susanne hatte vom Hafenmeister eine Info über einen nahen Bäcker bekommen, den wollten wir uns dann mal ansehen. Ein Stück weiter gibt es einen großen Supermarkt, da haben wir unseren Lebensmittelvorrat aufgefrischt. Nun aber schnell wieder zurück zum Womo und relaxen.
Gegen 12:00 Uhr haben wir uns zu einem weiteren Spaziergang durch die Altstadt gerüstet. Gerüstet deswegen, weil bei den 18°C Außentemperatur wir uns für lange Hosen und Socken entschieden hatten. Außerdem unsere Regenjacken, weil es zwischendurch immer wieder ganz fein regnete. Unser erstes Ziel war die Kathedrale von Nancy, eine Kirche mit einem ausgesprochen monumentalem Westportal. Leider kamen wir 10 Minuten zu spät. Von 12:00 Uhr bis 15:00 Uhr ist die Kirche geschlossen. So ging es dann nahtlos weiter zum Place Stanislas. Als wir dort sahen, dass der Zugang zum Rathaus offen stand, sind wir einfach hineingegangen. Wir standen in einer schönen Eingangshalle mit einem Treppenhaus zur oberen Etage, was auch zu einem Schloss gehören könnte. In der oberen Etage hatte man freien Zugang zu zwei großen und ebenfalls sehr pompösen Festsälen. Von dem einen konnte man auf den Balkon gehen und einen Blick auf den Platz von oben werfen. Nach einer Runde auf dem Platz sind wir die Rue Stanislas hoch gelaufen bis zur Rue d'Amerval Bis, in Richtung zur Basilika Saint-Epvre. Kurz davor ist die BOULANGERIE DU CHASTEL (ein kleiner Bäcker), bei dem wir schon gestern ein sehr leckeres Baguette gekauft haben. Heute hat Susanne gleich zwei genommen und einen Brioche. Die beiden Baguettes waren noch warm, also frisch aus dem Ofen. Wir sind beide über das erste regelrecht hergefallen, so lecker war es wieder. Wenn das so weiter geht, wachsen uns bald die Augen zu. Aber dafür laufen wir ja auch zurzeit jeden Tag mehr als 10.000 Schritte. Die Basilika Saint-Epvre war leider nicht zugänglich. Von einer netten Französin hat Susanne erfahren, dass sie nur sonntags zum Gottesdienst geöffnet ist. Wir sind weiter entlang der Grande Rue gelaufen, vorbei an dem Palace of the Dukes of Lorraine - Lorraine Museum. Das Museum ist auf unbestimmte Zeit geschlossen. Auch die Église des Cordeliers de Nancy war geschlossen und es gab keine Infos über Öffnungszeiten. Offensichtlich fehlt es hier überall an Arbeitskräften um solche Einrichtungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dafür konnten wir aber das Porte de la Craffe bestaunen, das letzte übriggebliebene Tor der historischen Stadtbefestigung. Ein sehr wuchtiges Bauwerk. Nur etwa 200 Meter weiter, gibt es das Porte de la Citadelle, ebenfalls ein wuchtiges Torgebäude. Es gehörte aber nicht zur Stadtmauer, es war der Zugang zu einer Zitadelle, von der nur noch Reste existieren. Von diesem Tor aus sind wir zu dem Parc de la Pépinière gelaufen. Eine große Parkanlage mit vielen interessanten, exotischen Bäumen, von denen die meisten schon ein bieblisches Alter haben dürften. Es gibt einen kleine Zoo und etwa in der Mitte einen Rosengarten. Besonders witzig, eine Blumenbeetuhr. Der Park ist einfach sehenswert, er bietet ständig neue Sichtachsen und häufig entdeckt man teilweise versteckt Plastiken und Monumente.
Im Womo wieder angekommen, haben wir Kaffee getrunken und ein Stück von dem Brioche gegessen. Mir hat der allerdings nicht ganz so gut geschmeckt wie der in Metz.
Den Rest des Tages blieb es bewölkt und zwischendurch hat es sogar mal geregnet.
Als ich mich zu einem kurzen Schläfchen auf die Querbank unserer Sitzecke gelegt habe, habe ich direkt unter die Tischplatte geschaut und da habe ich gesehen, was die Ursache für die Schwergängigkeit des Tisches beim seitlichen Verschieben ist. Sofort war Schluss mit Mittagsschlaf. Ich habe mein Werkzeug ausgepackt und im Ergebnis meiner Aktivität lässt sich der Tisch nun wieder ganz leicht verschieben.
Der Hafenmeister hatte uns beim Einchecken informiert, dass jeden Abend um 22:00 Uhr es auf dem Place Stanislas eine Lichtershow gibt, die sehr sehenswert sein soll. Wir haben lange überlegt, ob wir es wagen wollen, so spät in der Nacht noch einmal loszugehen, da hier in Frankreich zur Zeit Unruhen in den größeren Städten toben. Die Neugier hat aber gesiegt und das war gut so, denn wir hätten etwas versäumt. Die Show war sehr sehenswert und es ist beeindruckend, was so ein wenig Licht auf Gebäuden, für eine starke Wirkung haben kann.
Burgen/Schlösser/Festungen/Wehranlagen
| Kontaktdaten | Ausstattung | Umfeld/Preise | Informationen/Bilder/Videos |
|---|---|---|---|
|
Platz: Aire de services camping-car
✉ 10 Bd 21E Régiment Aviation, 54000 🌍 Homepage 🌐 Google Map Letzte Aktualisierung: 06.10.24 |
Anz. Stellpl.: 15 Boden: Pflaster 🔛 10 Meter 🔌 ja 10A CEE; 🚰 ja 🚽 ja Becken 📥 nein 🚿 ja; 🚻 ja 📶 nein Max. Aufenthaltsdauer: 3 Nächte 📆 ganzjährig Gasflaschentausch: nein Brötchenbestellung: nein Waschm./Trockner: nein Müllentsorgung: ja |
🍴 180 Meter 🥨 100 Meter 🛒 350 Meter 🎯 850 Meter 💵 Hpts.: 17,-€/Tag 💵 Nebs.: 17,-€/Tag 💵 Nebenk.: 0,-€ 🔌 0,-€/kWh 🚰 0,-€ 🚽 0,-€; 📥 0,-€ 🚿 2,-€/5 Minuten; 🚻 0,-€ 📶 0,-€ Waschm./Trockner: 0,-€/ Vorgang Müll: 0,-€ |
|
2287/B-04 ++ City Map 2022/23 von Nancy ++ Faltplan A6
2286/B-04 ++ City Guide 2022/23 von Nancy ++ Heft A5