Der Ort Den Helder in der Provinz Noord-Holland


Unsere Bewertung: --- ---

Die Stadt hat ganz offensichtlich schon bessere Zeiten erlebt, auf jeden Fall der Einzelhandel. Der Ort verdankte und verdankt noch immer seinen Wohlstand dem Militär. Möglich, dass es mit der neuen Situation in der Nato und der wiedergewonnenen Bedeutung der Marine, Den Helder einen zweiten Frühling erleben darf. Zur Zeit ist sie nicht besonders attraktiv. Trotzdem ist die Stadt einen Aufenthalt wert, weil es viele Museen gibt und besonders schöne Natur.

April 2024 Reisebericht mit Bildern vom Ort u. Fort Kijkduin sowie Videos davon
Donnerstag 04.04.2024

Was für ein verrücktes Wetter. Die gesamte Fahrt von Sneek bis Den Helder hat es geregnet und streckenweise eher geschüttet. Die A7 führte uns relativ schnell auf den sogenannten Abschlussdeich, der das Wattenmeer der Nordsee vom IJsselmeer trennt, der früheren Zuiderzee. Der Damm ist 29 km lang und für uns immer wieder ein bemerkenswertes Erlebnis, wenn man bedenkt, dass man hier einfach quer durch das frühere Meer mit dem Auto fährt. Was wir Menschen doch zu leisten fähig sind, wenn wir einfach Frieden halten. Das Regenwasser spülte uns hinter dem Deich weiter nach Norden, immer entlang der Wattenmeerküste, die allerdings durch einen riesigen Deich verdeckt war. Die Zufahrt zu dem Stellplatzgelände war etwas verwirrend. Man musste zwischen ehemaligen Bootshallen und mehreren Plätzen und Hafenbecken durch bzw. sich entlangschlengeln. Der Platz war ziemlich leer und leerte sich nach unserer Ankunft noch weiter. Nach dem Einchecken und einem kurzen Besuch der nahegelegenen Touristeninfo haben wir erstmal einen Ankunftskaffee genossen.
Nach dem Kaffee hat es endlich auch aufgehört zu regnen und wir haben einen Spaziergang in die Altstadt gemacht, um zu erkunden, wo ich morgen Früh ein frisches Baguett herbekomme. Die erste kleine Straße die wir in Richtung Einkaufszentrum benutzt haben, war fast wie ein kleiner Kulturschock, speziell gegenüber dem besonders schönen Ort Sneek. Die Ladengeschäfte und selbst die kleinen Häuschen standen überwiegend leer und alles machte einen ziemlich heruntergekommenen Eindruck. Leider gab es auch in dem Einkaufscenter sehr viel Leerstand. Wir haben einen Albert Heijn gefunden, wo ich dann morgen früh unser Baguett holen kann. Von hier aus sind wir durch eine kleine Fußgängerzone gelaufen, in der es schon etwas lebendiger und ordentlicher aussah. Kurz bevor wir wieder am Womo ankamen, fing es dann auch schon wieder an zu regnen.

Freitag 05.04.2024

Fast die gesamte Nacht über hat es geregnet, aber nach dem Aufstehen hat der Regen mal kurz Pause gemacht. Ich konnte also trockenen Fußes zum Bäcker laufen. Gestern Abend hatten wir ja beschlossen, dass ich nicht zu Albert Heijn gehe, sondern zu der näheren Bakkeri. Leider hatten die keine Baguetts, da hätte ich 30 Minuten warten müssen. Ich habe mich für Minibaguetts entschieden, wobei mir der Preis dafür Rätsel auflegte. Die 2,05€ die ich bezahlt haben sind jedenfalls nicht richtig durch 3 teilbar. Egal, was ich so gar nicht erwartet hatte, sie schmeckten wirklich gut und waren sogar knusprig, obwohl sie nicht so aussahen. Während des Frühstücks fing es wieder heftig an zu regnen und nun setzte auch der vom Wetterbericht angedrohte Sturm ein. Obwohl das Marinemuseum nur ca. 150 Meter entfernt vom Womo ist, war uns klar, dass wir bis da hin klitsche nass sind. Regenschirm ist bei dem Sturm keine gute Idee. Also haben wir entschieden mit unserem Museumsbesuch noch etwas zu warten.
Gegen Mittag sind wir in einer Regenpause dann aufgebrochen. Ein wenig nass sind wir trotzdem geworden. Das Marinemuseum kann man kombinieren mit dem Rettungswesenmuseum kombinieren, das haben wir aber nicht gemacht, weil uns bewußt war, dass wir das nicht an einem Tag schaffen. Das Marinemuseum allein verteilt sich auf mehrere Häuser und drei Schiffe, wovon eins das riesige U-Boot ist. In den ersten beiden Gebäuden sind unendlich viele Modelle der Marine und die Geschichte der niederländischen Marine bis hin zur Nato. Das U-Boot habe ich mir alleine angesehen, weil das Susanne zu viele Treppen waren. Das war für mich sehr beeindruckend, soviel geballte Technik auf engstem Raum. Leider muss man das U-Boot auf einem anderen Weg verlassen als man hineingegangen ist. Susanne saß aber noch im Startgebäude, wo sie auf meine Rückkehr gewartet hat. Ich musste einmal um das gesamte Startgebäude herumlaufen und das bei strömenden Regen mit Sturm. Ich war natürlich klitsche nass bei Ankunft. In dem Startgebäude haben wir uns noch einen Film über einen Einsatz der Marine angeschaut. Als wir jetzt das Gebäude verlassen haben um zu dem ersten Schiff zu laufen, hatte es endlich aufgehört zu regnen. Das Schiff, das Rammschiff Schorpioen, war sehr interessant. Dieses Schiff wurde zu mehr als 90% mit Frauen besetzt. Es ist noch sehr gut mit historischen Einrichtungsgegenständen bestückt. Das hat auch Susanne gefallen. Von diesem Schiff aus ging es zu einem Schiffsaufbau mit Brücke und von da aus in zwei weitere Hallen, in denen vorrangig Waffentechnik der Marine zu sehen war. Den letzten Part, das Minensuchboot Abraham Crijnssen, habe ich dann alleine besichtigt. Susanne ist in der Zwischenzeit schon zum Womo gegangen.
Zum Nachmittagskaffee hin hat der Himmel sich immer mehr geöffnet und die Sonne konnte ungehindert scheinen. Wir haben uns entschieden noch eine kleine Tour mit dem NIU zu machen. Er stand ja schon draußen, fast abfahrbereit. Unser Ziel war jetzt Fort Kijkduin. Neben dem tollen Ausblick von dem Fort auf die Nordsee und den Grafelijkheidsduins, einem ausgedehntem Dünengebiet, hat das Fort auch einen Aquariumbereich zu bieten, mit Fischen aus der Nordsee. Das war besonders interessant, zumal wir darauf gar nicht vorbereitet waren. Wir haben aber auch den Ausblick auf die Nordsee genossen, die durch den Sturm ziemlich aufgewühlt war. Das war heute ein sehr aktiver Tag.

Samstag 06_04_2024

Bei milden 17°C und fast komplett blauem Himmel bin ich heute am Morgen zum Bäcker gelaufen. Heute gab es Baguetts, aber dafür nicht die kleinen Minibaguetts die ich gestern hatte. Ich habe mich für ein kleines Baguett entschieden. Das war aber auch lecker. Nach dem Frühstück haben wir uns zeitnah auf unseren NIU gesetzt und sind in Richtung Fähre nach Texel gefahren.

Im Womo kam Susanne auf die Idee bei dem nächsten Stellplatz in Wormer anzurufen, da es dort nur 10 Plätze gibt. Dabei haben wir erfahren, dass es für unsere Größenordnung noch keinen Platz gibt, da die Boote noch nicht im Wasser sind. Nach etlichen Ansätzen einen anderen Stellplatz in dem Umfeld von Wormer zu finden, kamen wir auf die Idee, Wormer einfach auszulassen. Morgen dann noch in Den Helder zu bleiben und in Aalsmeer statt der zwei geplanten Tage drei zu bleiben. Mit der Idee haben wir uns schnell angefreundet und beschlossen, es so zu machen.

Sonntag 07.04.2024

Da heute der Bäcker geschlossen hat, bin ich zum Albert Heijn gelaufen, um uns dort ein Baguett zu holen. Der Backbereich sah allerdings sehr traurig aus. Es gab ausser den Minibaguetts nichts frisch Gebackenes. Die wurden angeboten 3 Stück für 1,35€ plus eins gratis. Als ich die Minibaguetts an der Kasse bezahlt habe, legte mir die nette junge Dame einen Beutel Ostereier dazu. Da stand ein Korb auf dem Thresen, mit offensichtlich Artikeln die über dem Mhd waren. Ich muss der guten Frau wohl als bedürftig erschienen sein. Die Baguetts haben uns sehr gut geschmeckt, obwohl sie erst gar nicht so aussahen.
Heute hatten wir uns ja einen Tag zum Faulenzen verordnet und genau das haben wir auch gemacht. Ich habe Zeit gehabt, den Bilder- und Videostau abzuarbeiten.

Montag 08.04.2024

Heute bin ich wieder zum Albert Heijn gelaufen und da ja Montag war, gab es auch wieder frische Backware. Ich habe mich für ein richtiges Baguett entschieden, weil es im Enddefekt genauso teuer war wie gestern die 3+1 Brötchen. Unser Frühstück war lecker, draußen schien die Sonne und es waren schon 17°C, also alles gute Gründe, gute Laune zu haben. Da war nichts entsorgen brauchten, konnten wir geradewegs starten. Im Süden von Den Helder in dem kleinen Ort Julianadorp haben wir unsere Lebensmittelvorräte aufgefrischt. Hier gab es fast alles was man so kennt im Discountbereich. Jetzt konnten wir bis Aalsmeer durchfahren.

Burgen/Schlösser/Festungen/Wehranlagen
Fort Erfprins

Kurzinfos
Fort Erfprins ist eine Festung aus dem 19. Jahrhundert westlich der niederländischen Stadt Den Helder. Mit einer Fläche von 49 Hektar. Erbprinz ist die größte Festung der Niederlande. Im Juni 1973 wurde die Festung zum Nationaldenkmal erklärt.
Die Festung ist Teil der Verteidigungslinie Den Helder, die 1807 errichtet wurde. Nach einem Besuch von Napoleon Bonaparte im Jahr 1811 wurde der Bau beschleunigt und in diesem Jahr begann auch der Bau des (damals) Fort Lasalle. Die Festung ist nach Antoine Charles Louis, Graf von Lasalle, benannt. Als er dreißig Jahre alt war, wurde ihm der Rang eines Generals verliehen. Drei Jahre später wurde er in der Schlacht bei Wagram in Österreich getötet. Die Kosten wurden auf 500.000 französische Franken geschätzt.

Besuchstermine:
Noch nicht besucht!

Fort Harssens

Kurzinfos
Fort Harssens ist eine ehemalige Küstenbatterie oder Festung in Den Helder in der niederländischen Provinz Nordholland.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde der Bau einer Festung zur Verteidigung des Hafens von Den Helder geplant. Verschiedene Pläne wurden vorgeschlagen, 1803 unter dem Namen Risban und 1813 unter dem Namen Waterfort. Im Jahr 1833 machte Oberstleutnant Jan Blanken seinen dritten Vorschlag, diesmal ebenfalls an König Wilhelm I. gerichtet. Auf der Harssens-Sandbank wurden Messungen durchgeführt, aber auch hier passierte nichts.

Besuchstermine:
Noch nicht besucht!

Fort Kijkduin

Kurzinfos
Das Bauwerk befindet sich westlich von Den Helder, in Sichtweite zum Strand. Das Gelände wird von einer hohen Verteidigungsmauer umgeben, die auch „Trommler“ (niederl. tamboer) genannt wird. Dahinter befinden sich zunächst ein Wachhaus und das Wohnhaus des Fortwächters. Von hier aus führt eine 65 Meter lange Rampe in das sogenannte „Réduit“, in dem sich einst die Unterkünfte der hier stationierten Soldaten befanden. Dieses besteht aus acht Gewölben, von denen die ersten beiden heute ein Aquarium beherbergen, während sich in den übrigen sechs ein Museum befindet, das sich mit der Geschichte des Forts befasst.

Besuchstermine:

Museen/Ausstellungen/Gedenkstätten
Marinemuseum

Kurzinfos
Das Marinemuseum in der niederländischen Stadt Den Helder wird von der niederländischen Marine (Koninklijke Marine) betrieben. Es ist Teil des Museumshafens Willemsoord. Die Dauerausstellung behandelt die Geschichte der niederländischen Marine.

Besuchstermine:

Rettungsbootmuseum

Kurzinfos
Das nationale Rettungsbootmuseum in der niederländischen Stadt Den Helder wurde 1982 gegründet. Es ist nach dem niederländischen Retter Dorus Rijkers (1847–1928) benannt. In den Jahren von 1886 bis 1911 rettete er insgesamt 480 Schiffbrüchige.
Das Museum informiert auf insgesamt drei Etagen über die Geschichte der niederländischen Seenotrettung, insbesondere der niederländischen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, der Koninklijke Nederlandse Redding Maatschappij.

Besuchstermine:
Noch nicht besucht!

Atlantikwall Centrum

Kurzinfos
Das Atlantic Wall Center ist ein Museum in einem Verwaltungsgebäude der Deutschen Marine in Huisduinen. Das Museum enthält viele Informationen über den Atlantikwall, die Kriegsgeschichte des Wattenmeergebiets und Den Helder.

Besuchstermine:
Noch nicht besucht!

Sakralbauten
Peter-und-Paul-Kirche

Kurzinfos
Die Petrus-en-Pauluskerk ist ein Kirchengebäude in Den Helder, Nordholland. Sie ist die wichtigste römisch-katholische Kirche in Den Helder. Das von Waterstaat Supervisor Hermanus Hendrik Dansdorp entworfene Gebäude liegt an der Kerkgracht und wurde 1840 geweiht. Der Turm stammt aus dem Jahr 1844 und ist damit die älteste geweihte Kirche in der Diözese Haarlem. Nach der Schließung der Kirche Unserer Lieben Frau von der Unbefleckten Empfängnis (1990) ist dies die einzige katholische Kirche innerhalb der Linie.

Besuchstermine:

Camperplaats Willemsoord

Kontaktdaten Ausstattung Umfeld/Preise Informationen/Bilder/Videos
Platz: Camperplaats Willemsoord

✉ Stoommachinegebouw, Willemsoord 47, 1781 AS

Den Helder

☎ +31654928547
🌍 Homepage
🌐 Google Map
Letzte Aktualisierung:
04.04..2024
Anz. Stellpl.: 40 aber nur 32 mit Strom
Boden: Pflaster
🔛 10 Meter
🔌 ja 32x 16A CEE; 🚰 ja
🚽 ja Becken in Kammer
📥 ja Bodeneinlass
🚿 ja; 🚻 ja
📶 nein
Max. Aufenthaltsdauer: Ohne Begrenzung
📆 ganzjährig
Gasflaschentausch: nein
Brötchenbestellung: nein
Waschm./Trockner: nein
Müllentsorgung: ja
🍴 140 Meter
🥨 800 Meter Bakkerij Dunselman
🛒 950 Meter Albert Heijn
🎯 650 Meter
💵 Hpts.: 15,-€/Tag
💵 Nebs.: 15,-€/Tag
💵 Nebenk.: 0,-€
🔌 1,-€/2kWh
🚰 1,-€/100 Liter
🚽 0,-€; 📥 0,-€
Müll: 0,-€
Stellplatzinfos:
  • Die Stellflächen befinden sich auf dem Gelände einer ehemaligen Marinewerft. Sie sind nummeriert und gekennzeichnet und ausreichend groß bemessen.
  • Es gibt Stromanschlüsse mit 16A Absicherung und CEE Anschlüssen.
  • Die V+E ist neben dem Sanitärbereich neben einer Bootshalle. Dort fährt allerdings auch ein Bootskran und es kann vorkommen, dass der die Zufahrt verstellt.
  • Die sanitären Einrichtungen befinden sich in einer Werfthalle. Der Zugang erfolgt über eine ECart die man bei Bezahlung erhält. Sie sind modern, komfortabel und sauber.
  • Der Stellplatz liegt zentral sowohl für das Marinemuseum wie auch für Einkäufe. Die Stromanschlüsse sind gut verteilt. Durch die Pflasterung kann man auch bei schlechtem Wetter trockenen Fußes das Womo erreichen. Die Anordnung der V*E ist nicht ganz so gut gelöst. Die Zufahrt zu dem Werftgelände ist sehr eng und wenn man Pech hat, steht der Bootskran in der Einfahrt und blockiert die Zufahrt zur V+E.

    Unsere Aufenthalte: ++
  1. vom 04. bis 07.04.24 : Wir stehen auf dem Platz 39. Eine Hecke trennt unsere Stellfläche zum Gelände vom Marinemuseum.

Kartenmaterial
2373/B-05 ++ Stadt- und Umfeldplan von Den Helder ++ Faltplan A6
2372/B-05 ++ Geländeplan Marinemuseum Den Helder ++ Faltplan A6

Objektbeschreibungen
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