Der Ort Simrishamn in der Provinz Skåne län


Unsere Bewertung: --- ---

In Simrishamn spürt man den historischen Einfluss der Dänen, die lange Zeit diesen Bereich für sich beansprucht haben. Die vielen kleinen, bunten Häuschen prägen das Bild der Altstadt. Diese Stadt hat alles, was uns für die schwedischen Ortschaften schwärmen lässt. Hier hat es uns schon mit der Selektra gefallen und es gefällt uns auch bei unseren Womo Aufenthalten hier, wenngleich wir mit dem Womo ja etwas außerhalb des Zentrums stehen.

September 2013 Reisebericht mit Bildern von Simrishamn und einem Video und Bilder von einer Radtour nach Vik
Freitag 06.09.2013

Die Wettervorhersage wies Wind 2-3 aus südöstlicher Richtung aus. Da es die letzten Tage relativ ruhig gewesen war, bin ich von keiner allzugroßen Welle ausgegangen. Schon wenige Meter hinter der Hafenausfahrt wurde ich jedoch eines besseren belehrt. Ich hoffte, wenn wir aus dem Inselbereich heraus sind, dass es dann besser wird. Im Gegenteil, Die Welle wurde immer höher, wobei sie nicht richtig in ihrer Richtung auszumachen war. Es war, als wenn das Wasser kocht und einfach nur brodelt. Der Wind ging nicht über 3Bv, so dass man eigentlich nicht so etwas erwarten konnte. Die Selektra hat aber wacker durchgehalten und selbst die teilweise 2,5 m hohen Wellen gut genommen. Wir wahren heilfroh, als wir die Hafeneinfahrt von Simmrishamn durchlaufen sind. Wir sind am Steg E längsseits gegangen. Der Hafenmeister ist hier sehr freundlich und zugänglich. Wir haben schon einen Nachsaisonrabatt erhalten. Gewöhnungsbedürftig ist allerdings das Checkkartensystem für den Strom. Schon nachdem wir ca. 1 Std. im Hafen waren, frischte der Wind auf und wehte mit 4-5 Bf. Trotzdem liegt man bei diesem Wind in diesem Hafen sehr ruhig. Den Rest des Tages haben wir auf der Selektra verbracht.

Samstag 07.09.2013

Heute sind wir zu Fuß durch den Hafen und die Stadt. Laut Hafenmeister ist Simrishamn der größte Fischereihafen Schwedens. In dem Hafen liegen tatsächlich viele Fischerboote und eine schwimmende Fischfabrik. Die Saison beginnt jetzt wieder. Die Fischer kommen langsam aus dem Sommerschlaf. Der Hafen ist schon relativ groß und besteht aus mehreren Becken. Aber auch die Stadt selbst hat einen starken Charme. Viele kleine, alte Häuschen reihen sich aneinander. Sie machen einen gepflegten Eindruck und sind mit Blumenkästen gekonnt dekoriert. Hier ist die Architektur schon wieder ganz anders, als weiter nördlich. Man sieht hier keine Holzhäuser, alle sind aus Stein und teilweise mischen sich Fachwerkhäuser mit Klinkerausfachung unter. Das erinnert schon wieder an norddeutsche Bauweisen. Der ICA, den man zu Fuß gut erreichen kann, macht auch einen sehr gepflegten Eindruck und hat uns doch endlich mal wieder zum Einkaufen verleitet. Am Nachmittag sind Segler eingelaufen, die wir schon in Bryxelkrok kennengelernt haben. Sie schwärmten von Âhus. Der Hafen soll sehr schön sein und relativ preiswert. Merken wir uns für nächstes Jahr.

Sonntag 08.09.2013

Heute sind wir mit dem Fahrrad nach Skillinge gefahren, entlang der Küste. Teilweise führt hier ein asphaltierter Radweg fast direkt am Wasser entlang. Der Wind wehte mit 4-5 aus Südost und baute eine ziemlich starke Welle auf. Das macht die See am Strand natürlich besonders schön. Der Ort Brantevik hat uns besonders gut gefallen. Es ist ein kleiner Fischerort mit beschaulichen Häuschen aus Stein, von denen die meisten relativ dicht am Meeresstrand stehen, mit dem entsprechend traumhaften Meeresblick. Skillinge ist etwas größer und hat nicht den Charme von Brantevik. Der Haven ist stark von Fischern und Ausflugschiffen genutzt und macht auch eher einen industriellen Eindruck. Eigentlich wollten wir bis Glimmingehus, eine gut erhaltene Mittelaterburg, fahren. In Skillinge haben wir uns aber entschieden den Rückweg anzutreten, da uns klar war, dass wir ab jetzt den Wind leicht von schräg vorne haben werden. Das war auch gut so, denn es ging zu allem Überdruß auch noch viel bergauf. Die Strecke zog sich hin wie Kaugummi und Susanne ist fast genauso viel gelaufen wie gefahren. Die Landschaft ist hier sehr weitläufig, überwiegend Wiesen und Felder. Dadurch kann auch der Wind kräftig blasen. Auf den Feldern sind überall Grabhügel aus der Bronzezeit und Felsenmalereien aus mehr als 3000 Jahren vor Christi. Alles in Allem, war es trotzdem schön und mal wieder eine Abwechslung.

Montag 09.09.2013

Heute an unserem Hochzeitstag freute sich der Himmel so, dass er Tränen lachte. Der Wind wehte ohne Unterlass mit Stärke 4-5 und in Böen sogar 6. Das ist sogar zum Radfahren zu viel. So haben wir beschlossen, heute einen faulen Tag zu machen und unseren Hochzeitstag zu genießen. Wir sind zu der Fischverkaufsstelle im Fischereihafen gelaufen und haben uns dort mit Räucherfisch versorgt. Unter Anderem mit leckerem Räucherlachs für unser Abendbrot. Im ICA haben wir uns dann noch mit Kartoffelsalat und Baguette versorgt. Das Schlemmermahl am Abend wr damit gesichert. Auch so kann man einen schönen Tag, trotz schlechtem Wetter erleben.

Dienstag 10.09.2013

Der Wind hat sich entwickelt, wie in meinem Programm vorhergesagt. Gegen 22:30 Uhr schlief er ein, um dann gegen 23:00 Uhr aus westlicher Richtung wieder erneut zu blasen. Wir haben es sofort an der immer windundichten Heckscheibe gemerkt. Heute früh war es dann schon wieder ruhig. Leises Lüftchen in 1 aus Süd. Da die Sonne schien, haben wir uns für eine Radtour entschieden, dieses Mal in Richtung Norden am Ufer entlang bis Vik. Der erste Ort war Baskemölla. Schon hier war der kleine Fischereihafen nicht geeignet für Gastlieger, jedenfalls nicht für unsere Größe. Der Ort war beschaulich mit seinen kleinen und hübschen Häuschen, hatte aber absolut nichts zu bieten. Das gleiche traf für Vik zu. Kurz hinter Vik sind wir dann ins Landesinnere, in Richtung Vemmerlöv abgebogen. Hier wechselte die Landschaft völlig. Schon weit vor Vik tauchten die ersten Apfelplantagen auf, was dann etwas weiter nördlich bei Kivik, der Haupterwerbszweig ist. Die Straße ins Landesinneren führte uns aber wieder in eine ganz andere Landschaft. Kleine Hügel mit teilweise uraltem Eichenwaldbestand, dazwischen kleine Bäche und saftig, grünen Wiesen. Diese Landschaft hat uns auch sehr gut gefallen. Kurz vor dem Kaffeetrinken waren wir dann wieder am Boot. Der aktuellste Windbericht hat mich darin bestärkt, dass wir morgen den nächsten Abschnitt nach Ystad, in die Wallanderstadt fahren.

Mittwoch 11.09.2013

Als wir in Simrishamn noch im Hafen lagen, war der Wind 2 Bf und die See sah zumindestens vom Hafen aus auch ganz ruhig aus. Aber schon beim Herausfahren merkten wir, dass es wieder diese wabbelige, auslaufende Welle gab, von der man nicht so recht weiß, von wo sie eigentlich kommt. Aber unsere Selektra ist recht gut damit umgegangen und nach einer gewissen Zeit, haben wir uns an das Geschaukel und Gewackele gewöhnt gehabt.

Mai u. September 2014 Reisebericht mit Bildern vom Hafen
Donnerstag 15.05.2014

Heute haben wir dem gastfreundlichen Hafen in Rönne Tschüß gesagt. Laut Wetterbericht sollte die Ostsee ruhig sein und die maximale Wellenhöhe nur 0,5 m sein. Offensichtlich hat wieder keiner mit der See geredet. Bis zur Norddspitze von Rönne ging die Welle, die mit Sicherheit mehr als 0,5 m war. Danach wurde es etwas ruhiger, aber wir bekamen die Welle dann direkt von der Seite. Kurz vor Simrishamn war das dann schon eher unangenehm. Beim Einfahren in den Hafen mussten wir feststellen, dass nun nichts mehr mit längseits liegen war. Der Steg vom vorigen Jahr hat jetzt auch Finger. Ein netter, junger Mann, dem wir in Rönne geholfen haben, half uns jetzt. Nach dem Kaffeetrinken sind wir zum Hafenmeister. Es ist noch der selbe vom vorigen Jahr. Danach haben wir uns eine Telefonkarte besorgt und haben unseren ersten Einkauf im ICA celebriert. Unser Weg zur Räucherei war umsonst, da sie um 17:00 Uhr bereits schließen. Wir waren 10 Minuten zu spät. Wir haben den Telia-Stick vom Vorjahr nicht mehr gefunden. Jetzt müssen wir uns auch noch einen neuen Stick kaufen. Mit dem ALDI-Stick geht es nicht. Das Abendbrot mit schwedischem Brot und Skagenröhrer war wieder ein absoluter Genuß.

Freitag 16.05.2014

Schon am Morgen begrüßt uns die Sonne und das sollte auch den ganzen Tag so bleiben. Als wir den Stick kaufen wollten machte uns der Verkäufer auf einen HotSpot aufmerksam, in den man gleich die Sim-Karte stecken kann. Das Gerät hat einen Akku, der ungefähr 5 Stunden halten soll. Da haben wir zugeschlagen, wenngleich es auch wieder ca. 110,-€ waren. Die Installation erwies sich tatsächlich als Kinderspiel. Jetzt haben wir Internet auf allen Geräten. Unser Besuch in der Fischräucherei war dieses mal auch erfolgreich. Wir haben uns gut mit geräuchertem Fisch eingedeckt.
Ich habe am Nachmittag die frische Roststelle am Bug bearbeitet und den beiden Seitenlappen noch einen Druckknopf verpasst. Jetzt kann man sie beim Anlegen arretieren und man muss sie nicht beim Belegen der Klampe hochhalten. Außerdem habe ich die Luke im Bad repariert. Also alles in allem, ein erfolgreicher Tag. Als ich den Druckerv in Be,trieb nehmen wollte, stellte ich fest, dass ich kein passendes USB-Kabel mit habe. Also schnell, 20 Minuten vor 18:00 Uhr noch in den Elektronikladen. Installation auf meinem Notebook ist allerdings nicht möglich, da es keinen Treiber für Windows 8 gibt. Müssen wir es nochmal mit Susannes probieren.

Donnerstag 29.08.2014

Nachdem wir mit dem Fernglas noch kurz die Seehunde beobachtet haben, sind wir bei Windstärke 0 Bf und leichter Wabbelwelle gestartet. Teilweise hatten wir 13 km/h bei 2200 U/min erreicht. Etwa 15 km vor Simrishamn frischte Südostwind auf, der gleich eine leichte Welle aufbaute. Diese Welle hatten wir bei unserem Kurs fast direkt von der Seite. Je näher wir Simrishamn kamen, um so größer wurde die Welle. Die letzten 5 km waren schon wieder äußerst unangenehm. Der Hafen ist jetzt fertig. Wir haben uns gleich an den ersten Steg längsseits gelegt. Der Hafenmeister war schon weg. Der Automat hat eine Quittung ausgeworfen, aber keine Servicekarte. Nach Anruf kam der Hafenmeister und hat alles händisch gemacht. Der Automat streikt.

Freitag 30.08.2014

Wir haben uns nach intensiver Studie des Wetterberichtes damit abgefunden, dass wir wohl mehrere Tage in Simrishamn bleiben müssen. Wind und Welle nehmen eher zu. Erst ab Donnerstag bzw. Freitag der kommenden Woche soll der Wind weniger werden. Wir sind in den Ort gegangen und waren erstaunt über den Trubel und den Menschenmassen, bis wir herausbekommen haben, dass heute Heringsfest ist. Es gibt viele Marktstände und Vorführungen von der Seerettungswacht inklusive einer Rettungsaktion mit Helikopter. Außerdem, das darf bei Schweden nicht fehlen, Oldy-Ausstellungen von Pkw`s und Motorrädern. Die meiste Zeit des Tages haben wir gefaulenzt.

Samstag 31.08.2014

Es hat fast die ganze Nacht über geregnet und der Wind hat noch weiter aufgefrischt. Mit einem Wort, so richtiges Scheißwetter. In einem regenfreien Moment sind wir zum ICA gestartet. Schon nach wenigen Metern fing es aber wieder an zu regnen. Wir haben uns nicht abbringen lassen und haben uns mit frischen Lebensmitteln versorgt. Aus dem hafen stürzen sich immer wieder Segler in das Wellengetümmel. Wir sind offensichtlich warmduscher geworden, weil uns derartige Vergnügungssucht fremd ist. Gegen Abend hat wie vorhergesagt der Wind nochmals richtig zugelegt, Er weht jetzt mit 5 Bf, in Böen mit 6 Bf. Das wird eine unruhige Nacht.

Sonntag 01.09.2014

Die Nacht war nicht ganz so schlimm wie vermutet, obwohl der Wind unvermindert durchgehalten hat. Momentan brettern noch die Wellen zwischendurch über die Mole und man hört das brummende Geräusch der auflaufenden Wellen. Gegen Mittag haben wir einen Spaziergang gemacht, wenigstens hat es nicht mehr geregnet. Auf dem Rückweg des Spazierganges waren wir im Netto, haben aber nichts gekauft. Ich konnte an diesem faulen Tag mal gut an den Bildern arbeiten.

Montag 02.09.2014

Heute Nacht hat der Wind abgeflaut und weht jetzt nur noch mit 3 Bf. Auch die Welle ist zurückgegangen. Morgen soll es noch günstiger sein. Also haben wir beschlossen, am Mittwoch den Absprung nach Rönne zu wagen. Wir waren heute nochmals im ICA und haben uns letztmalig mit schwedischen Köstlichkeiten versorgt. Außerdem waren wir in unserer Lieblingsräucherei und haben uns dort mit Fisch versorgt. Da wir im ICA die Negerküsse vergessen hatten, sind wir auf dem Rückweg nochmals in den ICA und haben uns dort mit Negerküssen eingedeckt. Beim Hafenmeister haben wir uns ehrlich gemacht. Er wollte statt der drei Nächte nur zwei bezahlt haben. Sehr netter Zug.

Dienstag 03.08.2014

Heute wollten wir es nun endlich wissen und sind frohen Mutes gestartet. Die leichte Welle die uns draußen erwartet hat, hat unsere Selektra problemlos hingenommen. Das ist die gesamte Überfahrt bis Rönne auch geblieben.

August 2018 Reisebericht mit Bildern von Gisloevshammar und von Glimminge Hus
Montag 06.08.2018

Wir haben den Stellplatz Gislövshammar, Hammarlunda bei Simrishamn erreicht. Von dem Platz hat man einen schönen Blick auf die Ostsee und sieht die Umrisse vom Westufer von Bornholm. Der Platz ist sehr minimalistisch ausgestattet aber hat Strom und Wasser und man kann die Toilettenkassette leeren. Wir stehen ganz oben am Feld und genießen den Ausblick. Das Gelände ist sehr schief und wir stehen mal wieder auf Keilen.
Wir haben vom Stellplatz Hammarlunda bei Simrishamn aus einen Spaziergang zur Küste gemacht. Der kleine Fischerort Gislövshammar birgt einige geschichtliche Besonderheite. Neben den umliegenden Steinzeitgrabstätten war hier ein Steinbruch für Mühlsteine. Das Dorf ist wirklich extrem klein, aber sehr idyllisch. Der ehemalige Steinbruch ist direkt am Wasser. Die vielen kreisrunden Löcher ergeben ein skurriles Bild. Teilweise steht Brackwasser darin.

Dienstag 07.08.2018

Wir haben vom Stellplatz Gislövshammar eine Radtour nach Glimminge Hus gemacht. Wir sind über Skillinge gefahren und waren dort in dem mehr oder weniger trostlosen Hafen. Der Stellplatz ist nicht zu empfehlen. In Glimminge Hus haben wir versehentlich den Eintritt von 80 SK gespart. Wir kamen von einer Straße auf die Burg, wo man freien Zugang hatte. Wir haben uns nur über die Aufkleber gewundert, die die anderen Leute hatten.

Mittwoch 08.08.2018

Wir sind mit unseren Rädern dieses mal von Givlöshammer in Nordrichtung gefahren. Der erste Ort war Brantevik, ein kleines ehemaliges Fischerdörfchen mit einem entsprechenden Hafen. Ein sehr romantischer Ort durch seine vielen kleinen, liebevoll gepflegten ehemaligen Fischerhäuschen. Hier führt der gut asphaltierte Küstenradweg direkt am Ufer entlang. Kurz vor Simrisham muss man dann aber doch auf die Straße wechseln. In Simrishamn schwelgten wir in Erinnerungen an die Besuche mit der Selektra. Als wir im Yachthafen waren drohte eine schwarze Wolke mit Regen. Wir haben uns dort den Womo-Stellplatz angesehen. In der Fußgängerzone fing es dann sogar an zu regnen. Wir waren auch kurz in der Kirche. Selbst hier stand die Wärme der vergangenen Tage wie eingemauert.
Auf dem Rückweg von Simrishamn nach Gislövshammar war es für uns ein Muss in die Fischräucherei zu gehen. Eigentlich wollten wir da sogar Fisch mit Pommis essen, aber da war es uns dann doch zu voll. Wir haben nur Fisch zum Mitnehmen gekauft. Das kann dann heute Abend ein richtiges Festessen werden.
Zum Abendbrot war es dann die reinste Räucherfischorgie. Ich glaube bei dem warmgeräucherten Lachs waren die Augen größer als der Magen. Erstaunlich, was aus so einem Fischteil an Öl herausläuft. Das war richtig lecker, aber ich musste dann einen Renny nehmen, weil ich ständig aufstoßen musste.

Donnerstag 09.08.2018

Nach einem gemütlichen Frühstück haben wir unser Womo startklar gemacht. Wir haben es heute nicht ganz so weit. Unser nächster Ort ist Ystad.

Juni 2021 Reisebericht mit Bildern vom Aufenthalt
Dienstag 29.06.2021

Als wir dort eintrafen war es fast 23:00 Uhr und stockfinster. Da der Platz aber fast leer war, war es für uns einfach einen Platz zu finden. Unser neues Levelsystem hat uns auch gleich in Waage ausgerichtet. Jetzt konnten wir uns geschafft, aber glücklich in unser Womo zurückziehen.

Mittwoch 30.06.2021

Heute Nacht gab es untrügliche Anzeichen dafür, dass draußen ein kräftiger Wind mit ruppigen Böen weht. Gegen Morgen hat es dann auch das Dachfenster über unseren Schlafbereich zugehauen. Ich hatte sie allerdings auch nicht arretiert.
Als wir aufgestanden sind wehte auch ein heftiger Wind und der Himmel freute sich offensichtlich so über uns, dass er Tränen lachte. So hatten wir uns das Wetter nicht vorgestellt. Bis zum Mittag haben wir uns mit Innenaktivitäten beschäftigt.
Gegen Mittag haben wir dann unseren NIU ausgeladen und sind nach Simrishamn gefahren. Dort haben wir als erstes unsere geliebte Fischräucherei angesteuert und haben uns dort mit Räucherfisch versorgt. In dem Geschäft hatten wir das Gefühl, dass Corona hier überhaupt kein Thema ist. Kaum jemand außer uns hat hier eine Maske getragen. Das gleiche setzte sich dann im Ort fort. In der Fußgängerzone saßen die Menschen dicht an dicht in den Lokalen ohne jeden Sicherheitsabstand. Coronatest und Adressen sind kein Thema. Das erklärt jetzt einiges.
Trotz dieser Wahrnehmung zum Thema Covid, Simrishamn ist ein Städtchen nach unserem Geschmack.
Unser Navi hat unseren NIU zielsicher wieder zu unserem Womo geführt.

Donnerstag 01.07.2021

Wie vom Wetterbereicht angekündigt, fing es so gegen 07:00 Uhr an zu regnen und das dann auch gleich ziemlich heftig. Unsere Hoffnung, dass es bis zu unserer Abfahrt wieder aufhört hat sich nicht erfüllt. Wir haben uns trotzdem entschieden abzufahren. Bei so strömenden Regen haben wir das wohl noch nie gemacht.

August 2022 Reisebericht mit einem Video vom Besuch Glimminge Hus
Dienstag 23.08.2022

In Åhus haben wir einen Zwischenstopp am ICA eingelegt. Als wir nach dem Einkaufen zurück zu unserem Womo kamen, flatterte an einem der Scheibenwischer ein gelber Papierstreifen, der sich bei genauerem Hinsehen als Strafgeldzettel herausstellte. Offensichtlich haben wir keine Parkscheibe ausgelegt oder wir hätten eine Parkgebühr zahlen müssen. So richtig haben wir das nicht verstanden. Egal, die wollen von uns jetzt 400 SEK haben. Das haben wir in unseren vielen Schwedenaufenthalten auch noch nicht erlebt.
Der angesteuerte Stellplatz war bis auf zwei abgestellte Caravans komplett leer. Wir haben uns ganz oben auf der Wiese einen Platz gesucht. Hier hat man einen guten Ausblick auf die Hanöbucht. Der Eigentümer hat zu unserem letzten Aufenthalt die Stellplatzgebühr fast verdoppelt. Er nimmt jetzt 20,-€. Für das, was er bietet, ganz schön teuer.

Mittwoch 24.08.2022

Sonnenschein über der Hanöbucht. Nach dem Frühstück habe ich den NIU aus der Garage geholt und wir sind nach Simrishamn gefahren mit einem Zwischenstopp in Brantevik. Dort gibt es einen hübschen, kleinen Hafen und zu unserem Erstaunen Free Wifi. Da haben wir erst mal unsere Handys aktualisiert. In Simrishamn haben wir unseren NIU beim ICA abgestellt und sind von dort aus die Fußgängerzone hinunter zum Hafen gelaufen. In der Fußgängerzone gibt es viele Gaststätten wo man draußen sitzen kann und zu unserem Erstaunen waren sie alle gut besetzt. Wir finden es einfach faszinierend, wieviele Menschen doch außerhäusig essen. Über den Hafen sind wir zur Touristeninfo gelaufen und haben unser Infomaterial aktualisiert. An der Nordseite des Yachthafens gibt es einen Womo-Stellplatz, dem haben wir auch einen Besuch abgestattet. Die nehmen jetzt schon 30,-€ pro Nacht mit Strom. Dabei steht man sehr eng auf Asphalt und es gibt auch nur 5 Stellflächen mit Strom. Von diesem Hafenbereich sind wir schräg durch die romantische Altstadt von Simrishamn gelaufen. Die kleinen Häuser in den knalligen Farben beeindrucken uns immer wieder. Es sind hier überwiegend Steinhäuser, was der langen Anwesenheit der Dänen geschuldet ist. Nachdem wir uns im ICA mit frischen Lebensmitteln versorgt haben, hat uns der NIU wieder zurück zu unserem Womo in Gislövshammar gebracht.

Donnerstag 25.08.2022

Für heute hat der Wetterbereicht nichts Gutes vorhergesagt. Ab Mittag sollte die Bewölkung allerdings etwas aufreißen. Regenwahrscheinlichkeit lag bei 40%. Gegen Mittag haben wir uns Abfahrfertig gemacht. Genau als wir auf dem NIU saßen, bekamen wir die ersten Regentropfen ab. Ein Blick nach Norden ließ nichts Gutes erahnen. An der Zufahrt zum Stellplatzgelände haben wir dann auch kehrt gemacht. Als wir wieder im Womo saßen regnete es dann auch richtig. Nach ca. 30 Minuten riss dann tatsächlich der Himmel auf und wir haben einen zweiten Startversuch gemacht. Als Ziel habe ich im Navi Glimminge eingegeben. Dummerweise habe ich aus den Erfahrungen der letzten Woche gar nicht erst in die POI-Liste geschaut. Unser Navi führte uns über abenteuerliche Wege zu zwei Bauerngehöfte und meinte wir seien jetzt in Glimminge. Wir wollten aber eigentlich nach Glimmingehus, zu der mittelalterlichen Burg. Jetzt habe ich auch entdeckt, dass Glimmingehus sogar als POI im Navi war. Nun sind wir auch treffsicher dort gelandet, wo wir hin wollten. Dieses mal haben wir uns nicht von hinten angeschlichen, sondern haben ordentlich Eintritt bezahlt. 9,-€ pro Person und das ohne Führung, ist auch schon ganz schön heftig. Die Burg Glimmingehus ist ein Novum unter den mittelalterlichen Burgen. Die Burg wurde 1650 bereits verlassen. Nach dem sie lange Zeit leer stand, wurde sie von den umliegenden Bauern als Lager benutzt. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass sie ab 1650 keiner Modernisierung mehr unterlag. Dadurch hat sie den Zustand bewahrt, wie zum Zeitpunkt, als ihre Eigentümer sie verlassen haben. Allerdings sind fast alle hölzernen Wand- und Deckenverkleidungen verschwunden und von der Inneneinrichtung fehlt auch jede Spur. Trotzdem kann man sich das Leben in der damaligen Zeit in so einer Burg gut vorstellen. Die bis zu 3 Meter dicken Außenwände ergaben, wenn man Außenlicht haben wollte, viele Sitznischen. In ihnen wurde viel Zeit verbracht, wenn man Tageslicht haben wollte. Die Besichtigung der Burg war für Susanne wieder mal eine echte Herausforderung. Es gab viele Treppen mit hohen Stufen und mal sehr breiten und mal extrem schmalen Auftrittsflächen. Aber wir haben es schadlos überstanden und wir haben die Besichtigung trotzdem als schönes Erlebnis wahrgenommen. Zum Abschluss habe ich die Drohne noch eingesetzt, um von der Anlage einige Luftaufnahmen zu machen. Fast zeitgleich mit der Landung der Drohne begann leichter Nieselregen. Kurzzeitig haben wir überlegt uns unter zu stellen. Ein Blick zum Himmel zeigte jedoch sehr deutlich, dass wir uns da ziemlich lange unterstellen müssen. Unser Kaffeedurst motivierte uns dann einfach zu starten. Das war auch gut so, denn selbst bei unserer Ankunft am Womo hat es noch geregnet. Ein Glück hatten wir eine sehr milde Außentemperatur trotz des Regens.
Das Wetter war gegen Abend sehr eigenwillig. Kurioserweise stieg in der Nacht die Außentemperatur auf 19°C an. Sehr ungewöhnlich.

Freitag 26.08.1922

Wie vom Wetterbericht versprochen war der Himmel bedeckt und draußen aber schon 21°C. Wir nehmen es wie es kommt, für heute haben wir uns ohnehin einen Tag Vor- bzw. im Womo vorgestellt.
Gegen Abend haben wir Abschiedsgrillen gemacht. Es war noch einmal Grillen im opulenten Stil. Das schwedische Fleisch was ich aus dem letzten ICA hatte, war auch wieder sehr lecker und die Champions waren sehr gelungen. Susanne hat eine kleine Maiskolbenorgien veranstaltet, sie hat sich gleich zwei Maiskolben gemacht und hat sie sogar geschafft. Das war ein krönender Abschluss unserer diesjährigen Schwedentour.

Samstag 27.08.2022

Das Wetter begrüßte uns heute am Morgen so, wie vom Wetterdienst vorhergesagt. Komplett verhangener Himmel, aber schon um 09:00 Uhr 21°C Außentemperatur. Vor der Weiterfahrt haben wir unser Womo komplett regeneriert. Abwasser, Toilette und Frischwasser.

Burgen/Schlösser/Festungen/Wehranlagen
Glimminge Hus

Kurzinfos
Glimmingehus gilt als die am besten erhaltene Mittelalter-Burg Skandinaviens. Sie wurde 1499 bis 1506 erbaut. Die Burg liegt rund zehn Kilometer südwestlich von Simrishamn, dem Zentrum von Österlen.

Besuchstermine:

Industrie/Technik/Werksverkäufe
Fischräucherei

Kurzinfos
Simrishamn verfügt über eine große Fischräucherei in der direkt vom Fischkutter fangfrischer Fisch angeboten wird. Aber auch in geräucherter Form gibt es ein breites Angebot. Offensichtlich kommt man hier auch aus größerer Entfernung angereist um hier Fisch einzukaufen.
Direkt angeschlossen ist ein Imbissbereich der, speziell im Sommer, stets gut besucht ist. Hier kann man preiswert und lecker Fisch in allen Variationen genießen.

Besuchstermine:

Gislövshammar Stenbrott

Kurzinfos
An dem keinen Hafen schließt ein Steinfeld am Wasser an. Aus dem Kalksandstein hat man früher Mühlsteine gewonnen. Noch heute zeugen davan die kreisrunden Löcher im Gestein.

Besuchstermine:

Parks/Areale/Statuen/Monumente/Brunnen
Altstadt

Kurzinfos
Die Straße Rådmansgatan verfügt noch über eine Vielzahl historischer Gebäude. Der typisch dänische Architekturstil ist hier sehr deutlich zu erkennen. Diese Gebäude prägen auch das typische Ortsbild von Simrishamn.

Besuchstermine:

Fischerdorf Gislövshammar

Kurzinfos
Der Ort ist die kleinste Gemeinde von Schonen. Die ehemaligen Fischerhäuser werden heute als Ferien- bzw. Wohnhäuser genutzt. Der verschlafene Ort ist sehr idyllisch.

Besuchstermine:

Sakralbauten
Simrishamn Kyrka

Kurzinfos
Die Kirche St. Nicolai wird schon in einer Urkunde von 1161 erwähnt und ist seit dieser Zeit ein Richtpunkt für die Schifffahrt.

Besuchstermine:

Schiffsanlagen/Brücken/Wehre
Simrishamn Yachthafen

Kurzinfos
Simrishamn verfügt über den größten Yachthafen im Bereich der Hanöbucht. Früher war in dem direkt benachbarten Fischereihafen Schwedens größte Fischfangflotte. Sie ist allerdings heute aus Fischmangel und drastischen Fangquoten der EU zur Bedeutungslosigkeit reduziert.

Besuchstermine:

Wohnmobilstellplatz Gislövhammar

Kontaktdaten Ausstattung Umfeld/Preise Informationen/Bilder/Videos
Platz: Wohnmobilstellplatz Gislövhammar

✉ Gislövshammar, Gislöv, 272 92

Simrishamn

☎ +46 41430075
🌐 Google Map
Letzte Aktualisierung:
23.08. 2022
Anz. Stellpl.: 42
Boden: Wiese
🔛 12 Meter +
🔌 ja; 🚰 ja
Kleinmengen: nein
🚽 ja Rohrstutzen
📥 ja Bodeneinlass
🚿 nein; 🚻 ja 2x Dixi
📶 nein
Max. Aufenthaltsdauer: Ohne Begrenzung
📆 ganzjährig
Gasflaschentausch: nein
Brötchenbestellung: nein
Waschm./Trockner: nein
Müllentsorgung: ja
Mülltrennung: nein
🍴 Ohne
🥨 Ohne
🛒 2900 Meter
🎯 700 Meter
💵 Hpts.: 20,-€/Tag
💵 Nebs.: 20,-€/Tag
💵 Nebenk.: 0,-€
🔌 0,-€
🚰 0,-€
Mindermengen: 0,-€
🚽 0,-€; 📥 0,-€
🚻 0,-€
📶 0,-€
Müll: 0,-€

Stellplatzinfos:
  • Die Stellflächen befinden sich neben einem ehemaligen Bauerngehöft auf einer Hangwiese mit teilweise starkem Gefälle. Die einzigen Stellflächen ohne Schieflage befinden sich auf dem unteren Teil der Wiese, nahe der Straße. Vom oberen Teil der Wiese hat man aber eine bessere Sicht auf die Ostsee.
  • Die Stromversorgung besteht aus zwei mobilen Stromkästen mit Schukosteckdosen. Teilweise benötigt man größere Kabellängen.
  • Bezahlung ist nur mit Bargeld möglich.
  • In der Ferne erkennt man die Insel Bornholm.
  • Man hat hier eine sehr schöne Aussicht bis nach Bornholm. Die Ausstattung ist sehr minimalistisch. Das WC ist ein Dixiklo. Fast das gesamte Gelände hat ein starkes Gefälle. Man braucht unbedingt Keile. Bei viel Regen kann die Wiese schnell glitschig werden. Seit der letzten, drastischen Preiserhöhung, ist das Preis-Leistungsverhältnis nicht mehr OK.

    Unsere Aufenthalte: ++
  1. vom 06. bis 08.08.18 : Wir haben uns ganz nach oben gestellt und zwar längst zu dem dahinterliegenden Feld.
  2. vom 29.06. bis 01.07.21 :Wir sind von der Fähre direkt hier her gefahren. So gegen 23:30 Uhr waren wir auf dem Platz. Es war stockeduster und darum sind wir relativ dicht an der Überfahrt vom Hof auf die Wiese stehen geblieben. Hier hat sich nichts groß geändert. Es gibt jetzt weit aus mehr Stromanschlüsse und die sogar richtig professionell.
  3. vom 23. bis 27.08.22 : Wir stehen dieses mal wieder ganz oben auf dem Berg. Dadurch haben wir wieder eine traumhafte Aussicht auf die Hanöbucht. Unsere Hubstützen reichten aber nicht aus um uns komplett in die Waage zu bringen.

Kartenmaterial
Simrishamn1/B-12 ++ Uppler Simrishamn ++ Faltplan A7

Objektbeschreibungen
Simrishamn2/B-12 ++ Glimmingehus ++ Faltblatt A5