Start der Tour am Dienstag, den 20.09.2022 und Ende am Montag, den 24.10.2022
Reisedaten-Plan vom 10.09.2022: ++
- Anzahl Übernachtungen: 34
- Stellplatzgebühren: 374,-€
- Stromkosten: 72,-€
- Aufenthaltskosten: 446,-€
- Gesamtstrecke: 1676 km
- Theoretischer Verbrauch bei 12L/100km: ca. 200 Liter
- Theoretische Spritkosten bei 1,95 €/Liter: ca. 390,- €
- Die Gesamtkosten der Tour aus Aufenthalts- und Spritkosten betragen: 836,- €
Reisedaten-Ist: ++
- Anzahl Übernachtungen: 34
- Stellplatzgebühren: 465,65€
- Stromkosten: 8,-€
- Aufenthaltskosten: 472,65€
- Gesamtstrecke: 1761,3 km
- Theoretische Spritverbrauch bei 10,8Liter/100km: ca. 191 Liter
- Theoretische Spritkosten bei 2,10 €/Liter: ca. 402,-€
- Die Gesamtkosten der Tour aus Aufenthalts- und Spritkosten betragen: ca. 875,-€
Resümee der Reise --- ---
Plan/Ist: Der Stellplatz in Nienburg war überfüllt. In Bremen hat uns der ausgewählte Platz nicht gefallen.
Wettersituation: War jahreszeitgemäß mit etwas viel Regen. Wir haben für unsere Ausflüge immer wieder passende Regenlücken gefunden.
Technik: Es gab keine Ausfälle.
Gesundheit: Wir waren beide top fit.
Verkehrssituation: Die Umleitung vor Nienburg an der Weser war sehr ärgerlich. Ansonsten hielten sich die Störungen in Grenzen.
Mittwoch 21.09.2022
Unsere Fahrt war bis kurz vor der Abfahrt Bad Nenndorf problemlos und fließend. Von da ab gab es aber zähfließenden Verkehr, was sich aber noch nicht zum Stau ausweitete.
Gegen 14:15 Uhr sind wir bei Fritz und Anita auf dem Boltenhof eingetroffen. Wir haben mit den beiden einen schönen Nachmittag verbracht. Gegen Abend traf der ganze Rest der Familie Melitz ein. Anita hat einen opulenten Abendbrottisch gedeckt und wir haben einen sehr kurzweiligen Abend verbracht.
Donnerstag 22.09.2022
Auch das Frühstück war heute wieder sehr opulent und mit frischen Brötchen. Am Vormittag haben wir noch viel gequatscht. Nach dem leckeren Mittagessen haben wir beide einen Spaziergang durch Gelldorf gemacht, es war ja herrliches Wetter. Kaffeetrinken fand bei Steffi und Bernd statt. Sandra und Mann mit den beiden Kindern war auch dabei.
Den Abend über haben wir uns weiter über viele aktuelle poklitische Themen unterhalten, aber auch die familieren Themen kamen nicht zu kurz. Fritz hat uns viel über die Geschichte des Boltenhofes erzählt.
Freitag 23.09.2022
Noch einmal haben wir das opulente Frühstück bei Fritz und Anita genossen, bevor wir in Richtung Nienburg an der Weser gestartet sind.
Freitag 23.09.2022
Das Navi prognostizierte 58 km bis zu dem Stellplatz. Nördlich von Petershagen, wo die B482 in die Loccumer Straße mündet war die Weiterfahrt in Richtung Nienburg gesperrt. Es war eine Umleitung ausgeschildert, in die entgegengesetzte Richtung und kurz vor Loccum hatten wir das Gefühl, dass wir falsch sind. Es kam auch kein Umleitungsschild und wir sind schon fast 8km in die entgegengesetzte Richtung gefahren. Also alles wieder zurück. Dort fanden wir eine Umleitung die uns wieder zurück bis nach Petershagen geführt hat. Als wir endlich auf den Stellplatz zufuhren, hatten wir mit 102km schon fast die doppelte Entfernung von der Vorhersage auf der Anzeige. Damit nicht genug, der Platz war komplett überfüllt. Die Womos hatten teilweise nur noch einen Abstand von einem Meter zu nächsten Womo. Der Grund dafür ist offensichtlich das an diesem Wochenende stattfindende Wiesenfest.
Beim Wenden, musste ich rückwärts auf eine Auffahrt zur OBI Lieferantenanfahrt rauf fahren und dabei setzten wir dann noch mit dem Hinterteil auf den Asphalt auf, weil da eine dicke Wulst über den Weg ging.
Wir haben uns entschieden, bis nach Mehlbergen zu fahren. Dort angekommen, war noch viel Platz zum Auswählen.
Nach dem Kaffeetrinken haben wir uns auf den NIU gesetzt und sind zum ALDI in Marklohe gefahren und haben uns dort mit frischen Lebensmitteln versorgt.
Sonnabend 24.09.2022
Der Wetterbericht hatte es angekündigt und die Realität hat es bestätigt. Es regnet im Wechsel zwischen Landregen und Wolkenbruch. Es sieht ganz nach einem Tag zum Faulenzen aus.
Sonntag 25.09.2022
Heute Nacht hat es aufgehört zu regnen und als wir aufgestanden sind gab es sogar einige Lücken in dem Wolkenhimmel. Wir haben nichts, außer Müll zu entsorgen gehabt, also konnten wir zügig nach dem Frühstück starten.
Mittwoch 28.09.2022
In Aurich angekommen, waren wir relativ schnell von dem Stellplatz begeistert. Alles sehr gepflegt und praktisch und das I-Tüpfelchen war, dass die Elektrosäule wo wir standen, defekt war und man davor einfach einen Ersatzschrank vom Bau gestellt hat, der natürlich keinen Geldautomaten hat. Hier gab es Strom mit 16A zum Nulltarif.
Nach dem Kaffeetrinken, heute mal etwas früher, haben wir einen Spaziergang in die Altstadt gemacht. Ich wollte sehen, wo ich morgen früh dann Brötchen bekomme. Wir sind aber auch einmal quer durch die Altstadt gelaufen um zu der Touristeninfo zu gehen. Die Atstadt hat uns gefallen. Eine relativ große Fußgängerzone und viele Geschäfte haben uns positiv gestimmt.
Donnerstag 29.09.2022
Heute am Morgen hatte Nebel unser Umfeld voll im Griff. Zumindestens hat es nicht geregnet und ich konnte trockenen Fußes zum Bäcker im Einkaufszentrum laufen. Dort habe ich die bisher teuersten Brötchen für 0,29€ gekauft, aber sie haben wenigsten auch gut geschmeckt.
Wir haben bis zum Mittag gewartet bis sich der Nebel gelichtet hatte und sogar einige Sonnenstrahlen herauskamen. Wir haben vorbei am Schloss wieder einen Spaziergang durch die Altstadt gemacht. Dabei habe ich mir die Jacke gekauft, die mir gestern schon angenehm aufgefallen war. Heute habe ich sie mir gekauft. In der Touristeninfo haben wir uns eine Gästekarte ausfertigen lassen, weil sie nichts kostet, man aber bei verschiedenen Sachen Rabatt bekommt. Außerdem haben wir für Sonnabend eine Schifffahrt auf dem Ems-Jade-Kanal gebucht. Zurück durch die Fußgängerzone, die wir recht gut finden, waren wir noch kurz im EDEKA, bevor wir dann am Womo unseren Spaziergang beendet haben.
Freitag 30.09.2022
Bei strahlendem Sonnenschein konnte ich heute die Brötchen holen. Das Wetter soll heute auch bis zum Mittag so bleiben aber auch den ganzen Tag über regenfrei.
Wir sind mit dem NIU zu dem Moormuseum gefahren, das waren ca. 7km. Ein sehr interessantes Museum, dass bei den Einheimischen auch als Armenmuseum bezeichnet wird. Zeigt es doch das ärmliche Leben der Torfbewohner und der Gründer des Ortes Moordorf. Wir finden es ist gut so etwas mal wieder zu sehen. Da bekommt der Begriff Armut wieder eine neue Basis. Das Museum ist auch sehr liebevoll gestaltet. Wir waren sehr positiv angetan.
Ich habe nach dem Kaffeetrinken noch einen Spaziergang gemacht. Den Jade-Ems-Kanal in Richtung Osten und dann über Kirchdorf wieder zurück. Schöne Natur und viele schöne Einfamilienhäuser.
Sonnabend 01.10.2022
Bis heute Morgen hat es wieder kräftig geregnet, aber passend nach dem Aufstehen hat es aufgehört. Ich konnte also wieder trockenen Fußes zum Bäcker gehen. Heute musste ich gleich für drei Tage einkaufen, weil auch am Montag durch den Feiertag der Bäcker geschlossen ist.
Gegen 13:30 Uhr haben wir uns auf dem Weg zum Hafen gemacht und sind an Bord der MS Aurich gegangen. Wir haben mit ihr eine Fahrt auf dem Jade-Ems-Kanal gemacht. Es ging von Aurich bis zum Hafen von Bangstede bei Ihlau. Hier sitzt die Firma Retek, der größte Lieferant Europas für gebrauchte Autoersatzteile. Sie schlachten Autos aus und verwenden die Teile für den Ersatzteilmarkt. In dem Hafenbecken hat das Ausflugsschiff gewendet und dann ging es wieder zurück. Auf der Strecke gab es eine Schleuse und 5 Klappbrücken, die geöffnet werden müssen. Ein entsprechender Mitarbeiter fuhr mit einem Fahrrad entlang dem Kanal und bediente die Brücken und die Schleuse. Bei kurzen Abständen der Brücken musste er ganz schön radeln. Als wir losfuhren, fing es an zu regnen, auch das musste er ertragen. Die Überwiegende Zeit der Fahrt hatten wir mit dem Wetter großes Glück, es gab sogar etwas Sonnenschein. Das machte die ohnehin sehr liebliche und beruhigende Landschaft noch schöner.
Gegen 16:30 Uhr legte das Schiff im Hafen von Aurich wieder an. Wir haben uns jetzt auch schon auf unser warmes Womo richtig gefreut. Trotzdem, ein schöner Ausflug.
Sonntag 02.10.2022
Für heute hatte der Wetterbericht Regen mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% bis ca. 10:00 Uhr vorhergesagt. Also haben wir bis ca. 10:30 Uhr uns im Womo beschäftigt und wie vorhergesagt hat es auch zwischendurch wolkenbruchartig geregnet. Als ich dann glaubte wir können starten, habe ich die Plane vom NIU abgemacht und prompt hat es wieder geschüttet. Jetzt haben wir uns entschieden unseren Ausflug zum Kloster Ihlau zu streichen. In der nächsten Regenpause haben wir dann den NIU wieder verladen, denn morgen wollen wir ja weiter. Das war auch gut so, denn kaum waren wir wieder im Womo, kam der nächste Wolkenbruch. Nach dem Zwischenkaffee haben wir uns zu einem Spaziergang in das Stadtzentrum aufgemacht. Da haben wir uns noch das Mauseleum und die Mühle angesehen. Auf eine Besichtigung der Mühle haben wir verzichtet, obwohl sie geöffnet war. In der Stadt tobte zu unserem großen Erstaunen das Leben, alle Geschäfte waren geöffnet und auf dem Marktplatz waren viele Blumenhändler, die ihre Herbstblumen angeboten haben. Dass die Geschäfte heute am Sonntag offen haben muss wohl mit dem morgigen Feiertag zur Wiedervereinigung zusammenhängen. Den Rest des Tages haben wir im Womo zugebracht.
Montag 03.10.2022
Heute beim Aufstehen schien die Sonne aus einem strahlend blauem Himmel. Nach dem Frühstück haben wir unser Womo regeneriert und sind gestartet. Gestern haben wir beschlossen Emden auszulassen und gleich nach Groningen zu fahren.
Donnerstag 06.10.2022
In Winsun waren wir dann noch im ALDI und haben uns mit Kaffeekapseln eingedeckt. Die sind hier fast einen Euro preiswerter als bei uns. Aus dem mitgenommenen ALDI-Prospekt haben wir dann aber erfahren, das nächste Woche die Kapseln im Angebot sind, dann sind sie nochmals 70 Cent preiswerter. Ärgerlich, aber nicht zu ändern.
Auf dem Stellplatz in Lauwersog gab es noch genug Platz, wir konnten uns noch einen für uns passenden aussuchen. Hier hat sich gegenüber unserem Besuch 2018 einiges geändert. Es gibt einen zweiten großen Aufenthaltsraum und im Hafenbereich sind zwei Hütten dazu gekommen.
Nach einem guten Kaffee haben wir einen Spaziergang durch den Fischereihafen gemacht und dabei entdeckt, dass es dort auch noch einen Womo Stellplatz gibt. Er gehört zum Yachthafen und wird auch darüber betreut.
Gegen Abend waren wir wieder im Fischereihafen und haben dort Kibbeling gegessen. Total überfressen ging es zurück zum Womo.
Freitag 07.10.2022
In der Nacht war der Wind eingeschlafen, aber heute am Morgen wedelte es schon wieder ziemlich heftig. Trotzdem hatte der Himmel viele offene Stellen für Sonnenstrahlen.
Gegen Mittag sind wir zu einem Spaziergang aufgebrochen. Wir sind einmal um den großen Yachthafen herum gelaufen und haben den hinteren Stellplatz besichtigt. Dort steht man auch mit Blick auf die Lauwersog. Die Sanitäreinrichtungen sind sehr modern und schon eher luxoriös. Der Preis ist im Normalbereich. Leider konnte ich nicht herausbekommen wie die Stromanschlüsse abgesichert sind. Von dem Yachthafen aus sind wir weiter gelaufen zu der Wochenendsiedlung. Dort gibt es einen kleinen Supermarkt. In dem hat Susanne Zimt gekauft, um aus den Äpfeln aus Gelldorf Apfelmus zu machen. Dabei haben wir erfahren, dass er ab Mitte Oktober für immer schließt. Der Besitzer hat wohl ein eher gestörtes Verhältnis zu den Betreibern der Wochenendsiedlung. Am Zugang zu der Wochendsiedlung haben wir entdeckt, dass die Wochenendhäuser auch vom Betreiber der Anlage vertrieben werden. Die Häuser haben ein fahrbares Untergestell und können transport werden. Es gab auch eine Ausstellung mit offenen Häusern. Der Preis der angebotenen Häuser lag je nach Ausstattung zwischen 50 bis 70 tausend Euro. Wir kamen richtig ins Schwärmen, weil uns die Innenausstattung sehr gut gefiel. Nach der Besichtigung waren wir noch in dem Museumshafen bevor es zu unserem Womo zurück ging.
Samstag 07.10.2022
Eigentlich hatte der Wetterbericht für heute Morgen strahlend blauen Himmel vorhergesagt. Ein kleines Loch in den Wolken, der Rest war schwarz bis grau. Ich habe mich entschieden hier nur die Toilettenkassette zu entleeren, also konnten wir heute zeitnah nach dem Frühstück starten.
Sonnabend 08.10.2022
135 km sollen laut Plan vor uns liegen. Gleich hinter Lauwerskoog kam das Lauwersee-Sperrwerk und die Schleuse. Einfach gigantisch, was Ingenieure und Arbeiter hier geleistet haben. Die Lauwersee ist durch das Sperrwerk unabhängig von der Tide der Nordsee. Doch das gigantischteste Bauwerk sollte erst noch kommen. Vorher war aber wieder mal eine Umleitung zu fahren. Es hat eine weile gedauert, bis unser Navi das kapiert hat und uns nicht ständig wenden lassen wollte. Bei Dokkum haben wir dadurch eine kleine Beule gemacht, was aber auf der ganzen Strecke nur ca. 6km ausmachte. Die Fahrt über den Abschlußdeich, der die Zuiderzee gegenüber der Nordsee abtrennt, ist schon ein sehr starkes Erlebnis. Mit seiner Länge von 32km ist er das wichtigste Einzelbauwerk der Zuiderzeewerke zur Landgewinnung und zum Küstenschutz in den Niederlanden. An beiden Enden des Dammes gibt es jeweils ein riesiges Stauwehr und eine Schleuse. Sie gewährleisten die Verbindung zwischen der Zuiderzee und der Nordsee. Zur Zeit wird stark an dem Bauwerk gearbeitet wodurch der große Rastplatz mit dem Monument gesperrt ist. Das ist sehr schade, weil man von dem Aussichtsturm der hier steht einen tollen Blick über die Landschaft hat.
Wir haben unsn eigentlich nur wenig Hoffung gemacht, dass es mit unserem geplanten Stellplatz in Medenblick klappen wird, denn es gibt dort nur drei Stellflächen und gestern der Platz in Lauwersoog extrem voll war. Um so mehr haben wir gestaunt, als wir dort ankamen, dass alle drei Plätze frei waren. Das war aber auch gut so, denn es gibt nur einen Platz, von dem man Fernsehempfang hat und den haben wir dann auch belegt. Der ist auch gut für die NIU-Nutzung.
Nach unserem üblichen Zwischenkaffee gegen 12:00 Uhr sind wir dann in die Innenstadt aufgebrochen. Dort soll es auch einen ALDI geben, bei dem wir uns Brötchen holen wollen. Die Stadt hat uns sehr schnell begeistert. Mitten im Zentrum gibt es zwei große Yachthäfen, die nur durch eine Straße getrennt sind. Aber auch die Häuser rechts und links des Hafen vermitteln genau das Flair, das wir an den Niederlanden so lieben. An dem östlichen Yachthafen haben wir einen weiteren Stellplatz entdeckt. Im ALDI haben wir uns Frühstücksbrot gekauft und verschiedene Backwaren. Nachdem wir wieder am Womo ankamen haben wir den Hafenmeister aufgesucht. Jetzt war er auch da. Wir brauchten nur 60,-€ für drei Tage bezahlen.
Sonntag 09.10.2022
Wir haben uns nach unserem Mittagskaffee bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg gemacht in die Innenstadt. Unser erstes Ziel war das Kasteel Radboud. Von außen sehr schön anzusehen, aber das Innere ist durch den Verfall zur Ruine in der Mitte des 19. Jahrhunderts stark geprägt. Es gibt nur noch wenige Stellen in dem Gebäude, die an die historische Vergangenheit erinnern. Was uns ehr gefallen hat war der Audio Guide, der sehr interessante Informationen gegeben.
Die Innenstadt von Medemblik ist eigentlich mehr Hafen als Wohnviertel. Vier riesige Becken mit Segelyachten in dem Zentrum, das findet man nicht so schnell wieder. Ringsherum gibt es allerdings sehr schöne historische Gebäude und heute am Sonntag bei dem schönen Wetter sind die Lokale pralle voll und auch so quirlt hier das Leben. Die Bonifaciuskerk war allerdings eine herbe Enttäuschung. Sie wird wohl noch von der protestantischen Gemeinde genutzt für Sonntagsgottesdienste. Ansonsten steht das Gebäude für jede Art von Veranstaltungen zur Verfügung. Verwaltet wird das Gebäude wohl von einer Stiftung, die die Räume vermietet. Bei unserem Eintreffen, fand in der Kirche ein Handwerksmarkt statt und man sollte Eintritt zahlen. Wir haben auf eine Innenbesichtigung verzichtet. Auf dem Rückweg zum Womo haben wir nochmal das Flair dieses schönen Ortes genossen.
Montag 10.10.2022
Nach dem Frühstück war für heute eine Kaffeefahrt angesagt. Der ALDI bietet ab heute unsere Kaffeekapseln zum Sonderpreis an. Damit sind die Kapseln nun 1,70€ billiger als in Deutschland. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Also habe ich den NIU ausgeparkt und wir sind zum ALDI gefahren. Dort haben wir nochmals drei Trays von dem Kapselkaffee gekauft. Die haben wir so gerade in den Heckkoffer vom NIU hineinbekommen. Nach dieser Einkaufstour sind wir zu dem Dampfmaschienmuseum gelaufen. Dort angekommen, standen wir vor einem verschlossenem Tor. Ein kleines Schild verwies darauf, dass das Museum wegen Personalmangel dauerhaft geschlossen bleibt. Das ist nicht sehr schön, ich hatte mich auf dieses Museum besonders gefreut. Nun wollte ich wenigstens ein paar Außenaufnahmen machen. Da musste ich feststellen, dass ich den Fotoapparat ohne Akku mitgenommen habe. Den habe ich gestern Abend aufgeladen und vergessen ihn wieder einzusetzen. Jetzt war ich etwas stinkig. Als wir im Womo waren habe ich das neue PVC-Rohr angebaut, da nun ja der NIU draußen stand. Das konnte ich auch nicht ganz zu ende bringen, weil alle Schraubendreher für Kreuzschlitz zu kurz waren. Also irgendwann muss ich die Schrauben noch richtig fest ziehen. Ist heute anscheinend nicht mein Tag. Bei den letzten Wegräummanövern fing es dann auch prompt an zu regnen. Der Regen ging so bis 16:00 Uhr. Dann riß der Himmel auf und die Sonne kam heraus. Nun bin ich nochmals mit dem Fotoapparat, dieses mal sogar mit Akku, zum Dampfmaschinenmuseum gelaufen. Jetzt war das Tor zum Gelände offen, so konnte ich gut fotografieren, auch die historischen Dampfmaschinen im hinteren Bereich des Geländes. Nach der Rückkehr zum Womo wollte ich noch einige Drohnenaufnahmen machen. Nun hat der Tag weiter bestätigt, dass er gebraucht ist. Die App der Drohne muss aktualisiert werden.
Das habe ich dann im Womo gemacht und die Aufnahmen habe ich auf morgen verschoben.
Dienstag 11.10.2022
Für heute hatten wir uns einen Tag zum Faulenzen vorgenommen. Ich bin vor dem Zwischenkaffee mit meiner Drohne aufgebrochen und wollte heute die Aufnahmen machen, die gestern wegen der fehlenden Aktualisierung der Dohnenapp nicht möglich waren. Dieses mal hat es auch wie gewohnt wieder gut funktioniert und ich habe sowohl Fotos als auch Videoclips gemacht. Erster Einsatzort war die Badebucht vom Yachthafen. Dabei ging es mir vorranging um den Hafen selbst. eigentlich wollte ich von hier aus auch das Dampfpumpwerk aufnehmen, ich habe es auch bis dahin geschfft (ca. 800 Meter), aber dann meldete die Drohne -unsichere Verbindung- und dieses Risiko wollte ich nicht eingehen. Also bin ich nach diesem Flug zu Fuß bis zum Dampfmaschinenmuseum gelaufen und habe von dort aus die Aufnahmen gemacht. Das war auch gut so, denn gleich dort in der Nähe ist auch ein Vogelschutzgebiet mit zwei kleinen Inseln. Nun bin ich nach diesem Flug in die entgegengesetzte Richtung gelaufen, um das Kasteel Radboud aufzunehmen und die im Zentrum befindlichen Hafenbecken mit den vielen Segelyachten. Auch das hat sehr gut funktioniert, dass Wetter war auch sehr schön, es ging kaum Wind. Nun habe ich viel Arbeit, sowohl Video als auch Bilder, aber das macht ja auch Spaß.
Sonntag 09.10.2022
Nach dem Frühstück haben wir unser Womo startklar gemacht. Ich habe nur die Toilettenkassette entleert und wir haben Wasser gebunkert. Grauwasser war so gut wie leer, da wir zwischendurch abgelassen hatten.
Mittwoch 12.10.2022
Unser Weg führte uns wieder durch typisch niederländische Landschaft, die wir so lieben. Ein besonderes Erlebnis war wieder eine Dammfahrt. Der Houtribdijk, auch bekannt als Markerwaarddeich wurde zwischen 1963 und 1976 errichtet und trennt das IJsselmeer vom Markermeer. Als Straße und Radweg verbindet der Damm mit 26km Straße die Städte Lelystad auf dem Flevopolder sowie Enkhuizen in der Provinz Nordholland. Die Siele und Schleusen, die sich jeweils an den Enden befinden, sind einfach gigantische Bauwerke.
Der neue Stellplatz überraschte uns mal wieder mit fast totaler Leere. Außer uns war noch ein Womo da. Alle Einrichtungen von dem Stellplatz sind recht neu und sehr gut gestaltet.
Nach einem Zwischenkaffee sind wir mit dem NIU in die Innenstadt von Lemmer gefahren. Der Wetterbericht lässt für die nächsten zwei Tage nichts Gutes erahnen. Also haben wir uns entschlossen gleich heute zu fahren, da noch die Sonne scheint. Auch diese Stadt hat uns wieder schnell in ihren Bann gezogen. Die Kombination historischer Häuser mit Hafenflair und tollen Sportbooten, dass ist genau so unsere Welt. Ein kleines Lokal hatte Sonderaktion, dem Angebot Kibbeling mit Fritten für 6,50€ konnten wir nicht widerstehen. Die Portionen waren nicht so üppig, was uns sehr entgegen kam.
Nach dem wir uns im Jumbo unsere Leckereien für die nächsten Tage gesichert haben, ging es zurück zum Stellplatz.
Donnerstag 13.10.2022
Für heute hat der Wetterbericht schon gestern einen regnerischen Tag vorhergesagt. Also haben wir uns darauf eingestellt heute nicht viel außerhalb zu unternehmen. Geregnet hat es fast ununterbrochen bis ca. 16:00 Uhr. Aber auch danach nieselte es immer wieder zwischendurch. Wir haben uns gut beschäftigt und das Innenleben unseres kuscheligen Womos genossen.
Freitag 15.10.2022
Eigentlich sollte heute am Morgen nach Nebelauflösung es wechselnd bewölkt sein. Das Problem war allerdings, das Wetter wusste nichts davon. Der Nebel hielt sich wacker und es gab feinen Sprühregen. Wir haben gemerkt, dass es mit unserem Ausflug heute nichts groß werden wird. In einer Regenpause am frühen Nachmittag haben wir darum auch den NIU wieder eingeladen und der Rest des Tages hat sich dann im Womo abgespielt. Immerhin war es dort kuschelig warm und ich bin mit der Nachbearbeitung der alten Reiseberichte wieder etwas weiter gekommen.
Kurz vor dem Abendessen spielte sich draußen ein tolles Naturschausoiel ab. Die Wolkendecke bekam ausgerechnet im Bereich des Sonenunterganges ein Loch. Dadurch konnte die untergehende Sonne die Landschaft in ein schönes, warmes Licht tauchen. Was für ein schöner Anblick.
Samstag 16.10.2022
Heute am Morgen hat es mal nicht geregnet, dafür war es wieder ziemlich nebelig. Sieht so aus, als ob wir uns mit Regen von den Niederlanden verabschieden. Nach dem Frühstück haben wir unser Womo regeneriert, was hier recht gut abgelaufen ist. Zur V+E brauchte ich nur ein Stück zurücksetzen.
Samstag 15.10.2022
Unsere Fahrt nach Laar führte uns weitestgehend über Autobahn oder Autostraße, also ruhiges und gleichmäßiges Fahren mit niedrigem Spritverbrauch. Unser neuer Aufenthaltsort Laar liegt direkt an der Deutsch-Niederländischen Grenze. Laar ist ein sehr kleiner Ort, der aber sogar drei Kirchen hat, eine Grundschule und eine supermoderne Feuerwehrwache. Attraktiver ist aber der holländische Nachbarort Voerkoven, den wir dann morgen, so es das Wetter zulässt, uns ansehen wollen. Der Platz war bei unserer Ankunft fast leer. Wir konnten uns also wieder einen Stellplatz auswählen.
Nach einem Kaffee haben wir einen Spaziergang durch den Ort gemacht. Einzige Attraktion ist hier wohl die Mühle, die ja direkt neben dem Stellplatz steht. Die evangelisch reformierte Kirche Laar, war logischer Weise verschlossen. Sie macht aber von außen schon keinen sonderlich interessanten Eindruck. Als wir zurückwaren im Womo, hat es mehrere male kräftig geschüttet. Hoffentlich ist das morgen mal wieder etwas anders.
Sonntag 16.10.2022
Wie vom Wetterbericht versprochen hat es heute am Morgen mal nicht geregnet und eine paar freche Sonnenstrahlen gab es auch. Ungewöhnlich war die Außentemperatur von 15°C für die Jahreszeit. Nach dem Frühstück habe ich den NIU ausgepackt und wir sind wieder zurück in die Niederlande nach Coervogen gefahren. Die 8 km waren schnell geschafft und wir haben unseren NIU am Marktplatz abgestellt. Etwas irritierend war, dass die Fußgängerzonen noch absolut leer waren und da ja auch Sonntag war, waren auch die Geschäfte geschlossen. Wir sind erst zu der Kirche Hervormde kerk Coevorden gegangen. Leider war sie verschlossen und kurioserweise fand auf dem Sonntag noch nicht einmal ein Gottesdienst statt. Nicht weit davon entfernt ist die St. Willibrord kerk. Hier bekamen wir die Gelegenheit auch das Innere der Kirche zu besichtigen. Über die nördliche Fußgängerzone sind wir dann zum Kastell Coevorden gelaufen. Ein sehr schönes Gebäude, leider aber mit abgeschnittener Historie, da das Gebäude als Hotell genutzt wird. Etwas weiter nördlich befindet sich der Van Heutsz Park. Eine Parkanlage, begrenzt durch im Zickzack verlaufende Wasserläufe. Besonders beeindruckend die extrem alten Laubbäume, mit teilweise sehr skurilen Formen. Ein sehr schöner Park. Südlich vom Marktplatz haben wir dann auch die Touristeninformation gefunden, die sogar heute geöffnet war.
Bevor wir zum Womo zurückgefahren sind haben wir noch unseren geliebten Jumbo ein letztes mal auf dieser Tour aufgesucht. Der ist ja hier sogar am Sonntag geöffnet.
Im Womo angekommen, gab es erstmal einen schönen Kaffee. Das Wetter hatte sich so gebessert, dass der Himmel fast ganz blau war und es draußen im Sonnenschein richtig mild war.
Nach dem großem Kaffee mit Kuchen aus dem Jumbo habe ich mich nochmals alleine auf einen größeren Spaziergang entlang der Vechte gemacht. Was für eine herrliche Natur. Der Spaziergang hat mir richtig gut getan und ich fühlte mich trotz der ca. 7km Fußmarsch sehr wohl.
Montag 17.10.2022
Heute am Morgen drohte der Himmel schon mit Regen, hat aber bis zur Abfahrt dicht gehalten. Da ich hier nur die Toilettenkassette entsorgt habe, konnten wir zeitnah nach dem Frühstück abfahren.
Montag 17.10.2022
Unser Navi führte uns erst zurück in die Niederlande und dann weiter nördlich auf die niederländische A37. Die sind wir dann in Richtung Meppen gefahren und nördlich von Meppen über Landstraße nach Sögel und schließlich nach Werlt. Auf dem Stellplatz waren gerade noch zwei Stellflächen frei. Von der ersten die wir angesteuert haben mussten wir nochmals wechseln, weil es von da aus keinen Fernsehempfang gibt. Auch bei der zweiten musste ich mich ziemlich weit an den Rand stellen, weil erst dort ein Fernsehsignal ankam.
Nach dem üblichen Zwischenkaffee sind wir in den Ort gelaufen. Der Bäcker ist tatsächlich nur etwa 180 Meter entfernt und nicht viel weiter ist auch das ALDI. Das ist ja alles ganz schön, aber der Rest des Ortes reißt uns auch nicht vom Hocker. Das einzige Highlight ist die Mühle, die direkt neben dem Platz steht.
Gegen 16:00 Uhr hatte Susanne die Idee doch noch einnmal in die Stadt zu laufen. Sie meinte dort eine Postbank zu finden um Bargeld abzuheben. Das Rathaus ist ein modernes Gebäude, das ehemalige Einkaufszentrum steht fast leer und macht einen traurigen Eindruck. Es sieht so aus, als ob man es abreißen will. Die gegenüberliegende Kirche St. Sixtus war sogar offen, aber im Inneren stocke duster. Hier spart man offensichtlich schon Strom. Das haben wir auch bei vielen Geschäften beobachtet, viele haben keine Schaufensterbeleuchtung mehr an. Dieser Spaziergang hat unseren Eindruck allerdings auch nicht verbessert. Die Stadt ist im Vergleich zu den niederländischen Orten mit ihren historischen Altstadtbereichen ein echter Kulturschock.
Wir haben uns schon am Nachmittag entschieden, morgen weiter zu fahren und lieber in Stemwede und Braunschweig noch einen Tag anzuhängen. Hier haben wir auch keinen Stromanschluss, weil 4 Steckdosen defekt sind. Die vier Womos die angeschlossen sind machen auf uns den Eindruck von Dauersteher. Das ist leider häufig das Problem wenn der Stellplatz kostenlos ist, aber trotzdem eine komplette Infrastruktur hat.
Dienstag 18.10.2022
Als wir heute aufgestanden sind war es ziemlich arg neblig und draußen war alles klitsche Naß. Also so richtig Herbst. Mein Weg zum Bäcker war nicht einmal ein Spaziergang, so schnell war ich wieder zurück. Das wir zum Frühstück frische Brötchen haben ist nun schon eine Weile her. Sie waren auch richtig lecker und mit 36 Cent ausgesprochen preiswert. Wenigstens ein Pluspunkt für die Stadt Werlte. Da wir nach dem Frühstück nichts zu entsorgen hatten, konnten wir zeitnah starten. Bei der Abfahrt hatten unsere Batterien noch 68% Ladung. Das sähe mit den alten Säurebatterien viel schlechter aus.